Alleinstellungsmerkmal

Alleinstellungsmerkmal – Visuelle Kommunikation, die im Gedächtnis bleibt 

Wer mit seiner Marke Erfolg haben will, muss in Erinnerung bleiben. Über die Schaffung eines Alleinstellungsmerkmals durch visuelle Kommunikation: Im Interview mit Elham Hornung, Grafikerin bei Satzgestalt

 

94 Prozent der User bewerten Content basierend auf dem Design der Seite.
Studie der Sheffield University

 

Wie geht man als Kommunikations-Designer beim Bebildern von Texten oder Markennamen vor?

1. Die Kernbotschaft verstehen

Das mag erstmal offensichtlich erscheinen, ist aber ein entscheidender Faktor, um eine klare Bildsprache zu entwicklen. Wer ein tiefgreifendes Verständnis für eine Thematik oder einen Text entwickelt, kann damit spielerischer umgehen – und konventionelle Betrachtungsweisen aufbrechen.

2. Eine Geschichte erzählen

Storytelling ist bei Bildwelten sehr wichtig. Oft wird erst nachdem der Text verfasst ist ein „halbwegs passendes“ Bild ausgewählt. Man sollte sich aber im Vorfeld damit auseinander setzten, was man als Teaser für den Text verwenden möchte – und wie beim Text eine Geschichte erzählen, die dem Inhalt gerecht wird.

3. Es einfach halten

Sich auf die Kernbotschaft zu konzentrieren und alle Flausen eliminieren, die man auf dem Weg entwickelt – das ist der Schlüssel zu einer guten Bildwelt. Grundsätzlich sollte man bei einem Bild nicht mehr als eine Idee verfolgen. Wer zu viele Ideen auf einmal verpacken möchte, wird es am Ende schwer haben, dem Leser eine klare Aussage zu vermitteln.

 

Deine Gestaltungs-Tipps in Stichpunkten…

  • definiere, was du sagen möchtest
  • nur eine Idee pro Bild verfolgen
  • große inhaltliche Widersprüche zwischen Text und Bild vermeiden (Bild-Text-Schere)
  • Lesbarkeit von Texten auf dem Bild gewährleisten: lesbare Schriftgröße, Kontrast zwischen Bild- und Textfarbe

 

Warum sind wir von Bild-Text-Paaren wie der Schreibmaschine auf der Texter-Webseite gelangweilt?

Gerade in unserer schnelllebigen und bildgewaltigen Zeit werden wir permanent mit Bildern konfrontiert, sei es im Web oder im urbanen Raum. Dabei gibt es einen extrem straken Wettkampf von aufmerksamkeitsstarken Bildern.

Daher ist die Idee einer Schreibmaschine für eine Texter-Website einfach schon abgegriffen. Für den Betrachter enthüllt sich nur etwas Altbekanntes, das niemanden emotional ergreift. Und da liegt das Problem: Wir wollen nicht gelangweilt, sondern überrascht werden.

Zudem ist auch der Wiedererkennungswert gleich Null. Jeder kennt die Kombination Schreibmaschine und Texter – daher hat das Motiv keinen Mehrwert für die Website als markenbildendes Element.

 

Wie findet man eine „zweite Ebene“ – einen Zusammenhalt zwischen Bild und Text, wenn sich beide nicht 1:1 widerspiegeln?

Es geht darum, mit altbekannten Betrachtungsweisen zu brechen. So erscheint das Bild von Schreibmaschine und Füllfederhalter bei einem Texter zwar visuell naheliegend, ist aber kein reizvolles Bild.

Ich versuche bei meiner Arbeit, Inhalt und Visualisierung in einen neuen Kontext zu stellen. Zum Beispiel kann ein Slogan oder eine Nische von einem Texter ein guter Aufhänger für ein Logo oder ein Corporate Design sein. Mit einem inhaltlichen Alleinstellungsmerkmal erhält man neue Blickwinkel und kann etwas Eigenes erschaffen. Das bleibt im Gedächtnis von Kunden und Usern hängen.

Wenn du mehr willst.

– Mehr Infos über Ellie: www.elhamhornung.de

– Wie du Bild-Text-Scheren vermeidest, lernst du in unserem Kurs Der Protagonist.

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