Alleinstellungsmerkmal

Allein­stel­lungs­merkmal – Visuelle Kom­mu­ni­ka­tion, die im Gedächtnis bleibt 

Ver­öf­fent­licht am 23. Mai 2018  |  von Maike Burk

Wer mit seiner Marke in Erin­ne­rung bleiben will, muss alt­be­kannte Muster auf­bre­chen. Über die Schaffung eines Allein­stel­lungs­merk­mals durch visuelle Kom­mu­ni­ka­tion: Im Interview mit Elham Hornung, Gra­fi­kerin bei Satz­ge­stalt

Wie geht man als Kom­mu­ni­ka­tions-Designer beim Bebildern von Texten oder Mar­ken­namen vor?

 

94 Prozent der User bewerten Content basierend auf dem Design der Seite.
STUDIE DER SHEFFIELD UNIVERSITY

 

1. Die Kern­bot­schaft verstehen

Das mag erstmal offen­sicht­lich erscheinen, ist aber ein ent­schei­dender Faktor, um eine klare Bild­sprache zu ent­wicklen. Wer ein tief­grei­fendes Ver­ständnis für eine Thematik oder einen Text ent­wi­ckelt, kann damit spie­le­ri­scher umgehen – und kon­ven­tio­nelle Betrach­tungs­weisen auf­bre­chen.

2. Eine Geschichte erzählen

Sto­ry­tel­ling ist bei Bild­welten sehr wichtig. Oft wird erst nachdem der Text verfasst ist ein „halbwegs passendes“ Bild aus­ge­wählt. Man sollte sich aber im Vorfeld damit aus­ein­ander setzten, was man als Teaser für den Text verwenden möchte – und wie beim Text eine Geschichte erzählen, die dem Inhalt gerecht wird.

3. Es einfach halten

Sich auf die Kern­bot­schaft zu kon­zen­trieren und alle Flausen eli­mi­nieren, die man auf dem Weg ent­wi­ckelt – das ist der Schlüssel zu einer guten Bildwelt. Grund­sätz­lich sollte man bei einem Bild nicht mehr als eine Idee verfolgen. Wer zu viele Ideen auf einmal verpacken möchte, wird es am Ende schwer haben, dem Leser eine klare Aussage zu ver­mit­teln.

Deine Gestal­tungs-Tipps in Stich­punkten…

  • definiere, was du sagen möchtest
  • nur eine Idee pro Bild verfolgen
  • große inhalt­liche Wider­sprüche zwischen Text und Bild vermeiden (Bild-Text-Schere)
  • Les­bar­keit von Texten auf dem Bild gewähr­leisten: lesbare Schrift­größe, Kontrast zwischen Bild- und Textfarbe

Warum sind wir von Bild-Text-Paaren wie der Schreib­ma­schine auf der Texter-Webseite gelang­weilt?

 

Gerade in unserer schnell­le­bigen und bild­ge­wal­tigen Zeit werden wir permanent mit Bildern kon­fron­tiert, sei es im Web oder im urbanen Raum. Dabei gibt es einen extrem straken Wettkampf von auf­merk­sam­keits­starken Bildern.

Daher ist die Idee einer Schreib­ma­schine für eine Texter-Website einfach schon abge­griffen. Für den Betrachter enthüllt sich nur etwas Alt­be­kanntes, das niemanden emotional ergreift. Und da liegt das Problem: Wir wollen nicht gelang­weilt, sondern über­rascht werden.

Zudem ist auch der Wie­der­erken­nungs­wert gleich Null. Jeder kennt die Kom­bi­na­tion Schreib­ma­schine und Texter – daher hat das Motiv keinen Mehrwert für die Website als mar­ken­bil­dendes Element.

Wie findet man eine „zweite Ebene“ – einen Zusam­men­halt zwischen Bild und Text, wenn sich beide nicht 1:1 wider­spie­geln?

 

Es geht darum, mit alt­be­kannten Betrach­tungs­weisen zu brechen. So erscheint das Bild von Schreib­ma­schine und Füll­fe­der­halter bei einem Texter zwar visuell nahe­lie­gend, ist aber kein reiz­volles Bild.

Ich versuche bei meiner Arbeit, Inhalt und Visua­li­sie­rung in einen neuen Kontext zu stellen. Zum Beispiel kann ein Slogan oder eine Nische von einem Texter ein guter Aufhänger für ein Logo oder ein Corporate Design sein. Mit einem inhalt­li­chen Allein­stel­lungs­merkmal erhält man neue Blick­winkel und kann etwas Eigenes erschaffen. Das bleibt im Gedächtnis von Kunden und Usern hängen.

Wenn du mehr willst.



Maike Burk
Gründerin, Online-Jour­­na­­listin, SEO-Expertin



Maike liebt Content, der für den Menschen erstellt wird – und bei Google gefunden wird. Als Gründerin von Satz­ge­stalt sieht sie ihre Mission darin, SEO-Texte anspruchs­voll zu gestalten. // Erfahre mehr über das Team und Satz­ge­stalt. Folge uns auf Instagram, Facebook und Linkedin.





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