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Strategie mit Ver­falls­datum: Risiken von Black Hat SEO

Ver­öf­fent­licht am 2. Apr 2018  |  von Maike Burk

In guten alten SEO-Zeiten konnte man Keywords ver­bal­lern und billig Links en masse pro­du­zieren. Copy Paste als Such­ma­schien­op­ti­mie­rung, yessa! Obwohl der Kauf von Backlinks und eine künst­liche Key­word­dichte schon seit Jahren der Spam-Kategorie angehören, werden diese Stra­te­gien immer noch ange­wendet. Wir befreien dich vom Black Hat unter Googles heißer SEO-Sonne.

Das Leben auf der Link-Farm

 

Früher war alles besser.

In der Steinzeit des Internets war die Anzahl Backlinks ein Ran­king­faktor. Logische Kon­se­quenz für Webseiten-Betreiber: Möglichst viele Links ver­streuen, die zur eigenen Seite führen.

Das war der Auftakt der Link-Farmen: Billige Arbeits­kräfte waren den ganzen Tag damit beschäf­tigt, Links in Foren zu verteilen, später wurde das Spamming auto­ma­ti­siert, Links ent­standen an Stelle von Inhalten. Wie Mas­sen­tier­hal­tung, mit URLs in Foren.

Der Link hat darunter nicht physisch gelitten. Wer auf der Strecke blieb, war der User, weil ihm miese Inhalte aus­ge­worfen wurden. Und davon hatte Google nach kurzer Zeit die Schnauze voll.

 

Die Revo­lu­tion.

2012 kam Google mit der Retour­kut­sche: dem Pinguin-Update. Ziel des neuen Algo­rithmus war, Inhalte mit Mehrwert ausfindig zu machen. Das führte zu massiven Ein­brü­chen von Websites mit bloßer Backlink-Strategie – und zu einer Auf­wärts­spi­rale von inhalts­ba­sierten Seiten. Sehr stark pro­fi­tiert haben damals Nach­rich­ten­seiten wie Focus Online.

 

Heute.

Ver­lin­kungen sind fürs tech­ni­sche SEO wichtig. Schließ­lich sind Texte und URLs die Infra­struktur des Internets. Was sich verändert hat:

– Es geht nicht mehr um die Anzahl der Backlinks – sondern um ihre Qualität. Da Links eine Emp­feh­lung für den User sind, will Google keine gekauften Ver­bin­dungen zwischen the­men­fremden Seiten.

 Links sind unter­schied­lich viel wert: Ein Backlink von einer starken Seite innerhalb des eigenen The­men­ge­biets ist Gold, ein gekaufter Foren-Link Plastik. Gold schürft man durch gute Inhalte, die frei­willig geteilt werden.

Fazit

Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ist keine Ein­bahn­straße. Wer keinen Einbruch seiner Rankings riskieren will, sollte auf mehrere Stand­beine setzen. Dann kann im Gesamt­system auch ein Zahnrad ausfallen – und die Maschine läuft weiter. Google bewertet Seiten nach mehr als 200 Ran­king­fak­toren, um Mani­pu­la­tion zu vermeiden.

Wenn du mehr willst.

Weitere Black-Hat-Stra­te­gien

  • auto­ma­ti­sierte Posts in Foren
  • auto­ma­ti­sierte Artikel (Article Spinning)
  • Thin Content
  • gekaufte Links
  • Aufbau eines eigenen Blog-Netzwerks mit Cross-Ver­lin­kungen
  • negatives SEO gegen  Mit­be­werber
  • Cloaking: User und Such­ma­schinen werden unter­schied­liche Seiten gezeigt
  • Keyword Stuffing
  • Doorway Pages

SEO, Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung, S‑E-O

 

Es war einmal.

Wie unsere Headline klangen Texte im Zeitalter von Keyword-Copy-Paste. Nicht so appe­tit­lich, wenn man auf der anderen Bild­schirm-Seite sitzt.

Keywords haben eine ähnliche Geschichte geschrieben wie Backlinks. Im Sturm und Drang des Google-Algo­rithmus lebten Artikel vom Prinzip „viel hilft viel“. Und dabei raus kam wieder: schlechte Texte, genervte User. Google reagierte 2011 mit dem Panda-Update.

 

Und die Moral von der Geschicht.

Keywords spielen für die Zuordnung von Inhalten weiterhin eine Rolle. Aber auch hier ist nicht die Anzahl relevant. Im Gegenteil: Wenn man ständig dasselbe sagt, landet man im Spam-Ordner. Beim User und bei der Such­ma­schine.

Keyword-Knowhow

  • Google versteht deinen Sei­ten­in­halt, wenn das Main Focus Keyword ein einziges Mal vorkommt
  • Bilder sind ein Platz für wichtige Begriffe, die nicht in den Textfluss passen
  • Lass die „optimale Key­word­dichte“ links liegen und schreib natürlich. Klingt nicht nach einer SEO-Strategie? Ist es aber, schließ­lich ist die User-Zufrie­den­heit ein Top-Ran­king­faktor

Fazit

Mögliche Folgen von Black Hat SEO

  • Abstra­fung durch Google (Penalty)
  • Ver­ban­nung aus dem Google-Index
  • finan­zi­eller Schaden

SEO-Rück­schluss

 

Der große Oxmox riet ihr davon ab, da es dort wimmele von bösen Kommata, wilden Fra­ge­zei­chen und hin­ter­häl­tigen Semikoli, doch das Blind­text­chen ließ sich nicht beirren. Es packte seine sieben Versalien, schob sich sein Initial in den Gürtel und machte sich auf den Weg. Als es die ersten Hügel des Kur­siv­ge­birges erklommen hatte, warf es einen letzten Blick zurück auf die Skyline seiner Hei­mat­stadt Buch­stab­hausen, die Headline von Alpha­bet­dorf und die Subline seiner eigenen Straße, der Zei­len­gasse. Wehmütig lief ihm eine rhe­to­ri­sche Frage über die Wange, dann setzte es seinen Weg fort. Unterwegs traf es eine Copy.

Keywords und Links sind nur zwei Beispiele dafür, wie Maschi­ne­rien entstehen, um eine Lücke im Google-Algo­rithmus aus­zu­nutzen. Da Google diese Lücken ständig stopft, werden Black-Hat-Stra­te­gien immer kurz­wei­liger – müssen also immer wieder und nochmal von vorn durch neue ersetzt werden.

Wir wollen nicht mit dem mora­li­schen Zei­ge­finger in die Online­welt deuten. Aber die Frage in den Raum werfen, ob sich dieses Spiel mit wech­selnden Regeln für Online-Unter­nehmer lohnt.

Unsere Erfahrung ist, dass man mit gutem Content über Jahre seine Plat­zie­rung bei Google hält. Je mehr Leute auf Black-Hat-Stra­te­gien setzen, desto mehr Platz bleibt lang­fristig auf den oberen Rängen für weiße Hüte.



Maike Burk
Gründerin, Online-Jour­­na­­listin, SEO-Expertin



Maike liebt Content, der für den Menschen erstellt wird – und bei Google gefunden wird. Als Gründerin von Satz­ge­stalt sieht sie ihre Mission darin, SEO-Texte anspruchs­voll zu gestalten. // Erfahre mehr über das Team und Satz­ge­stalt. Folge uns auf Instagram, Facebook und Linkedin.





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