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Thin Content: Das Plastik unter den Inhalten

Als Thin Content werden Inhalte eingestuft, die den Anforderungen von Googles Webmaster Guidelines nicht genügen. Im Klartext: Seiten, die dem User keinen Mehrwert bieten. Anleitung zur Vermeidung – und zum Katastrophen-Management 

 

Warum interessiert Google das?
  1. Suchmaschinen brauchen Texte zu Crawlen, das Thema einer Seite zu „verstehen“
  2. Google sucht die besten Ergebnisse für den Leser. Damit der User die Suchmaschine weiter nutzt

 

Woran erkennt man Thin-Content auf der eigenen Seite?

Thin Content wird durch den Google-Algorithmus erkannt. Bei einem Treffer wird das Webseiten-Schiff aber nicht heimlich versenkt: der Seitenbetreiber erhält eine Meldung über die Search Console, die betroffene URL wird als 404-Fehler angegeben.

„Do not“-Checkliste:
Wie du Thin Content vermeidest –

1. Inhalte ohne Mehrwert

Jede Seite muss Mehrwert haben (Seite = Unterseite, Artikel, Url), indem eine Problemlösung für den User angeboten wird.

Als Autor von diesem Text will ich was von dir – dass du liest. Deshalb gebe ich dir meine Best-Practice-Tipps. Falls ich es verhunze, zeigst du mir mit einem Klick aufs Tab-Kreuz den virtuellen Mittelfinger. Der User auf deiner Seite macht das auch.

2. Duplicate Content

Kopieren ist Mist. Weil man damit dem Online-Kollegen ans Bein pinkelt, das Urheberrecht verletzt und sich gegen Google aufbäumt.

Wenn du mehr willst.

Was ist Duplicate Content?

  • ein Flickenteppich von zusammenkopierten Inhalten (Texte, Videos, Infografiken, Bilder)
  • Übernahme gesamter Textpassagen von anderen Quellen
  • Copy Paste ohne Zugabe eigener Inhalte
  • Copy Paste mit minimalen Anpassungen
3. Doorway Pages

Brückenseiten – klingen irgendwie vielversprechend.

Sind sie auch, wenn man das sich 404 auf die URL tätowieren möchte. Denn Doorway Pages haben nur den Zweck, Besucher über eine Seite zu einer anderen zu leiten. Das bedeutet neue Ladezeiten, ein Zurückhalten von Informationen, oft begleitet von unterirdischen Benutzeroberflächen. Im Endeffekt also Spam, der von Google ausgemistet wird.

 

4. Reine Affiliate-Seiten
Hierbei handelt es sich um Seiten, die ausschließlich aus Affiliate-Programmen ohne eigene Inhalte bestehen. Oft handelt es sich um ein Netzwerk, wobei mehrere Seiten dieselben Informationen erhalten.

Wenn du mehr willst.

Affiliates mit Mehrwert

  • Im Gesamtkonzept einer Domain sollten Affiliate-Seiten nur einen kleinen Teil ausmachen
  • Eine Affiliate-Seite sollte wie jeder andere Artikel behandelt werden: Schaffe eigene Inhalte, biete eine Problemlösung an.
  • Auch bezahlte Inhalte müssen sich im Rahmen deines übergeordneten Themas bewegen. Ansonsten sendest du unterschiedliche Signale, die den Leser und den Google-Bot verwirren.
  • Stell dir folgende Frage: Warum sollte der User auf deiner Seite landen, bevor er auf die eigentliche Produktseite weitergeleitet wird? Wenn du der Audienz einen extra Schritt auferlegst, musst du den Weg mit Mehrwert gestalten.

Reanimation: Wie der Totalschaden Thin Content behoben wird –

 

Schnell: Ausschluss aus dem Suchmaschinen-Index

Du kannst die URL über einen „noindex“-Tag aus den Suchergebnissen entfernen (de-indexieren). Bitte Hilfe holen, bevor du dir deine Seite zerschießt. Danke.

Nachhaltig: Wiederbeleben der URL

404 ist nicht das Ende. Mit Content kann die Seite langfristig wiederbelebt werden.

 

SEO-Rückschluss –

 

Thin Content vermeidet man nicht durch möglichst viele Satzzeichen. Sondern durch eigene Inhalte, die sich vom bestehenden Angebot im Netz abheben.

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