Wie oft solltest du bloggen, sodass deine Website rankt?

Maike Burk 6 Juli 2026

Fakten für Eilige

  • Wie oft du bloggen solltest, hängt von deiner Zeit, deiner Branche und der Anzahl relevanter Keywords ab

  • Relevanz schlägt Regelmäßigkeit: Schon ein einzelner Blogartikel, der auf eine Suchanfrage optimiert ist, kann dir jeden Monat neue Leser:innen bringen

  • Seit es KI-Content gibt, indexiert Google strenger: Häufiger veröffentlichen bringt nichts, wenn der Content beliebig ist. Einzigartige, relevante Artikel haben bessere Chancen im Index.

Was du über Rankings wissen musst

Eine grundsätzliche Sache, bevor wir in die Thematik der Regelmäßigkeit einsteigen:

  1. Jede deiner URLs rankt für sich alleine

    Sagen wir, du schreibst zwei Artikel:

    A) „Ernährung für Babies bis 3 Monate“
    B) „Gebärdensprache für Kleinkinder“

Dann kann es sein, dass Artikel A) auf Platz 1 rankt und Artikel B) auf Platz 30. Zum Beispiel weil Artikel B) noch nicht so gut optimiert ist oder das Keyword bereits von starken Wettbewerber-Seiten besetzt ist.

  1. Trotzdem sind die einzelnen Seiten-Rankings auch von deiner Domain insgesamt abhängig.

    Wenn Google deine Seite insgesamt als vertrauensvoll einschätzt, kommst du mit einzelnen URLs schneller und einfacher auf Seite 1. Wenn Google einer Seite nicht „vertraut“, kann es schwieriger werden oder länger dauern, bis eine einzelne Unterseite oder ein Blogartikel rankt.

Merke: Jeder Blogartikel (und jede Unterseite) steht für sich, aber: Die Domain-Stärke kann den Ranking-Erfolg eines einzelnen Artikels beeinflussen.

Wir sind uns also einig: Wir wollen möglichst Vertrauen bei unserer Zielgruppe und bei Google aufbauen, um einzelne / neue Artikel gut ranken zu können. Bitte einmal merken und weiterlesen.

Erreiche deine Zielgruppe mit deiner suchmaschinenoptimierten Website

In meinem SEO-Newsletter erfährst du, wie du bei Google rankst – und wie du mit deiner Website passende Menschen aus deiner Zielgruppe ansprichst:

Wie du deine Regelmäßigkeit findest

Ich kann schonmal verraten: Es gibt keine magische „Schreibe X Blogartikel in X Zeit“-Formel, mir der du alle Aufmerksamkeit der Suchenden auf dich ziehst. Wie oft du bloggen solltest, hängt von sehr vielen verschiedenen und auch sehr individuellen Faktoren ab.

Ich erkläre dir hier, wie du eine Regelmäßigkeit finden kannst, die zu dir und deinem Business / deiner Selbstständigkeit passt. Dafür habe ich 3 Fragen vorbereitet, die du dir stellen und beantworten solltest:

1. Wie oft kannst du bloggen?

Wie viel Zeit hast du realistisch für dein Marketing? Ich zum Beispiel schreibe morgens zwischen 30 und 90 Minuten, meistens an Blogartikeln.

Trotzdem kann ich nicht so viele Artikel veröffentlichen wie meine Agentur-Wettbewerber:innen, die ganze Content-Teams haben. Also muss ich meine eigene Regelmäßigkeit finden (oder eine Agentur gründen).

Frage dich also:

  • Bist du alleine oder gibt es ein Team / Freelancer:innen, die dich unterstützen können? Wie viel Budget hast du dafür und wie viel kann dein Team dafür umsetzen?
  • Welche Regelmäßigkeit kannst du „dauerhaft“ einhalten? Wichtiger Tipp: Halte dir einen bestimmten Zeitraum fix frei und kommuniziere, dass du da keine Kundenarbeit, keine Care Arbeit, keine schnellen Emails etc. bearbeitest.
  • Wie oft kannst du interessante Beiträge erstellen, die für deine Zielgruppe und für Suchmaschinenoptimierung (und für KI-Systeme) relevant sind?

Zwischenfazit: Es bringt nichts, einfach mal schnell einen Artikel zu veröffentlichen, hauptsache der wöchentliche Text erscheint.

Deine Blogartikel sollten immer einen Mehrwert haben und auch ein unternehmerisches Ziel für dich: Traffic generieren, Hürden deiner Kund:innen abbauen, bestimmte Fragen deiner Zielgruppe beantworten… Das Ziel entscheidest du. Wichtig ist, dass du eins definierst.

2. Wie viele Blogartikel hast du schon veröffentlicht?

Für den Anfang rate ich dir, fünf oder mehr Blogartikel auf deiner Seite veröffentlicht zu haben. Das wirkt einfach besser, als ein halb-leerer Blog und animiert deine Seitenbesucher:innen dazu, weiter zu lesen.

Außerdem kannst du diese Blogartikel intern miteinander verlinken, sofern das thematisch sinnvoll ist.

Aber bitte beachte auch hier wieder: Es sollte sich um Themen handeln, die auch wirklich von deiner Zielgruppe gesucht werden. Welche das sind, findest du mit einer Keyword-Recherche heraus.

Tipp: Du musst nicht ständig neue Artikel veröffentlichen, sondern kannst bestehende Texte aktualisieren oder zusammenführen. Und falls dein letzter Blog-Artikel schon 1 Jahr her ist oder du nur zwei Blogartikel insgesamt veröffentlicht hast, wird es Zeit für etwas mehr Regelmäßigkeit!

3. Wie viele Themen findest du?

Ein weiterer Grund, warum die Frage „wie häufig bloggen“ so individuell ist: Es kommt auf deine Branche, beziehungsweise auch Nische an. In manchen Branchen findet man unendlich viele Themen, über die man keyword-relevante Blogartikel schreiben kann, in anderen Branchen weniger.

Wenn es nur wenige relevante Keywords gibt, reichen auch wenige Evergreen-Artikel – denn die bringen jeden Monat neue Leser:innen auf deine Seite, auch wenn du keinen neuen Content erstellst.

Wenn es zu deinem Thema super viele Keywords gibt, dann freu dich über die Themenvielfalt. Denn jedes Keyword öffnet potenziell eine neue Tür, durch die Menschen deine Seite betreten können.

Die Frage ist also: Wie viele wichtigen Keywords gibt es, für die du gefunden werden willst? Ich verweise wiedermals auf die Keyword-Recherche.

Funktioniert SEO wie Social Media?

Auf Social Media und auch bei einem Podcast braucht es eine gewissen Regelmäßigkeit, um für die Algorithmen relevant zu werden oder zu bleiben. Ich befürchte, dass daher auch die Frage kommt, wie regelmößig Blogartikel veröffentlicht werden sollten, damit Google eine Seite relevant findet.

Klären wir also erstmal den Unterschied von Social Media und Google:

So funktioniert Social Media

  • Nutzer:innen sehen Inhalte auf Basis von Interessen, dazu zählen Hashtags oder Kanäle, denen sie folgen. Sie können sich aus dem „Feed“ aussuchen, was sie weiterlesen, teilen oder kommentieren wollen.
  • Instagram möchte, dass du deine Zeit dort verbringst, weil du nicht gleichzeitig auf Linkedin rumhängen kannst. Je länger du also auf einem Social-Media-Kanal bleibst, desto besser für diesen jeweiligen Kanal.
  • Das Ziel ist also, Nutzer:innen auf Social Media möglichst lange mit unendlichen Inhaltsvorschlägen auf dem Kanal zu halten. Und das zwingt Creator:innen dazu, ständig neue Inhalte erstellen zu müssen.
  • Ein Social-Media-Post hat etwa 24 Stunden Relevanz, danach müssen neue Inhalte her.

So funktioniert Google

  • User:innen suchen gezielt nach einer Info, nach einem Ort oder nach einem Produkt… Sie haben also ein bestimmtes Ziel, wenn sie die Suchmaschine aufrufen.
  • Google möchte, dass Suchende die passenden Antworten finden – damit wie weiterhin Google nutzen (statt einer anderen Suchmaschine oder einer anderen KI)
  • Beim Algorithmus von Google geht es also um Relevanz: Die Suche soll zu einem passenden Ergebnis auf (d)einer Website führen – für ein Match aus Suche und deinem Inhalt brauchst du genau eine Seite, die auf dieses Thema optimiert ist. Aus dieser Perspektive kann man also sagen: Relevanz ist wichtiger als Regelmäßigkeit.
  • Was für Regelmäßigkeit spricht: Wenn du beispielsweise 20 Blogartikel auf deiner Seite hast, kannst du die Verweildauer auf der Website erhöhen, weil Menschen mehr Seiten aufrufen und länger bleiben. Und du hast mehr Optionen, intern zu verlinken. Dazu kommt, dass sich der Domain Trust mit mehr Inhalten erhöhen kann.
  • Auch gut zu wissen: Google verzeichnet Milliarden Suchanfragen und Menschen suchen zu 85% immer wieder dasselbe, während 15% der Suchanfragen neu sind. Das bedeutet einerseits, dass du mit bestehenden Inhalten kontinuierlich neue Menschen auf deine Seite aufmerksam machen kannst – und dass ständig neue Themen-Potenziale dazu kommen.

KI-Kompass

Seit 2026 filtert Google beim Indexieren strenger, weil KI das Erstellen von Masseninhalten stark vereinfacht hat. Die Meldung „Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert“ in der Search Console ist oft kein technischer Fehler, sondern eine bewusste Entscheidung der Algorithmen, keine Rechenpower für Inhalte zu verschwenden, die keinen neuen Mehrwert bieten. Häufiger veröffentlichen bringt also nichts, wenn der Content beliebig ist. Ein einzigartiger, relevanter Artikel hat bessere Chancen im Index aufgenommen zu werden als viele austauschbare.

Wie oft soll ich also bloggen?

Wie oft du Blogartikel veröffentlichen solltest, kommt auf deine individuelle Situation an.

Schaffst du es, jede Woche einen Artikel zu schreiben und zu veröffentlichen, der auf tatsächlichen Suchen von deiner Zielgruppe basiert und dir auch langfristig Traffic auf deine Seite bringt? Oder ist einmal im Monat / einmal im Quartal realistischer?

Kannst du jemanden beauftragen, der dich mit Texten unterstützt? (Definiert gemeinsam die (Ranking-)Ziele und prüfe regelmäßig, ob diese auch erreicht werden.)

Wie viele wichtige Keywords oder Themen gibt es, für die du gefunden werden willst? Überlege dir, bis wann die Inhalte dafür fertig sein sollen. Und rechne dir dann aus, wie oft neue Blogartikel entstehen müssen.

Argumente für Regelmäßigkeit

Der Google-Algorithmus straft dich nicht ab, wenn du diese Woche zwei Artikel nacheinander veröffentlichst – und dann erst wieder acht Wochen später einen Artikel.

Warum es aus Marketing-Sicht trotzdem sinnvoll sein kann, regelmäßig Inhalte zu veröffentlichen (auf deinem Blog, oder auch im Newsletter, Podcast etc.):

  • Regelmäßigkeit baut eine Beziehung zu deiner Zielgruppe auf: Deine Community freut sich jede Woche Montag auf deinen Newsletter oder jeden Freitag auf deinen Podcast…
  • Wenn du mit einem Blog startest, sollten darauf 5 oder mehr Artikel veröffentlicht sein. Das wirkt einfach besser als ein halb-leerer Blog und animiert die Seitenbesucher:innen dazu, weiter zu lesen. Dennoch: Das ist nur eine Faustformel, es darf auch ein genialer Blogartikel sein…
  • Mit mehreren Artikeln schaffst du auch interne Links, die wichtig für deine Rankings sind
  • Wenn dein letzter Artikel von 2017 ist, wirkt deine Seite nicht gut gepflegt und aktuell. Das kann den Eindruck hinterlassen, dass auch deine Methoden „nicht aktuell“ sind.

Fazit

Ich persönlich blogge nicht mit einer bestimmten Regelmäßigkeit, aber ich schreibe regelmäßig: nämlich jeden Morgen für ca. eine Stunde. Daraus entstehen dann automatisch regelmäßig neue Veröffentlichungen, aber ohne Druck oder ein bestimmtes Veröffentlichungsdatum.

Ich veröffentliche ausschließlich Blogartikel, wenn ich ein Thema mit mindestens einem Keyword habe, das dazu gesucht wird.

Weil: Relevanz ist wichtiger als Regelmäßigkeit.

Wie oft pro Woche sollte ich in meinem Blog posten?

Es gibt keine feste Zahl. Als Selbstständige:r zählt Relevanz mehr als Regelmäßigkeit – ein Unternehmen mit Content-Team hat andere Ressourcen und kann häufiger Blogartikel veröffentlichen.

Ist Bloggen noch zeitgemäß?

Ja, einerseits weil Google ein Allzeithoch hat: Es gab noch nie so viele Suchanfragen wie jetzt. Und andererseits weil KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini und die Google AI Overviews ihre Antworten aus indexierten Website-Inhalten ziehen. Ein gut strukturierter Blogartikel kann also nicht nur bei Google ranken, sondern auch als Quelle in KI-Antworten auftauchen.

Wann macht ein Blog Sinn?

Ein Blog macht Sinn, wenn deine Zielgruppe bei Google nach Fragen rund um dein Thema sucht oder wenn dein Thema erklärungsbedürftig ist.

Wie schnell rankt ein neuer Blogartikel bei Google?

Wie lange SEO dauert, hängt von deiner Domain-Stärke und dem Wettbewerb ab. Ein neuer Artikel auf einer vertrauenswürdigen Domain rankt in der Regel schneller als auf einer komplett neuen Seite – zwischen wenigen Tagen und einem Jahr ist alles möglich.

Sollte ich lieber alte Artikel aktualisieren oder neue schreiben?

Beides kann sinnvoll sein: Bestehende Artikel zu aktualisieren oder zusammenzuführen ist manchmal effektiver als neue zu produzieren, besonders wenn ein alter Text noch nicht suchmaschinenoptimiert ist oder Kannibalisierung vorliegt.

Wie finde ich Themen für meinen Blog?

Über Brainstorming-Methoden und eine Keyword-Recherche findest du heraus, wonach deine Zielgruppe sucht. Wie du passende Themen findest, deine Website strukturierst und aufbaust – und passenden Content schreibst, lernst du in meinem Onlineprgramm SEO Superhelden.

Das Gesicht hinter dem Beitrag

Autorin

Maike Burk

Gründerin & CEO von Satzgestalt

Hi, ich bin Maike, deine SEO-Expertin für langfristige Sichtbarkeit und weniger Social-Media-Stress. Ich zeige dir auf meinem Blog, wie du bei Google gefunden wirst – und Wunschkund:innen durch deinen Content überzeugst. Nachhaltig, empathisch und ohne ständiges Posten.

Weiterlesen

24.07.2026

Redaktionsplan erstellen – inkl. kostenlose Vorlage zum Download (2026)

Der Redaktionsplan: Ein kleines Tool mit großer Wirkung. Lade dir meine Vorlage herunterund vermeide Marketing-Stress, indem du ab sofort immer vorbereitet bist.

Lesen

25.06.2026

Wie lange dauert SEO?

Wie lange dauert SEO? Was Google dazu sagt, welche 5 Faktoren den zeitlichen Prozess beeinflussen und welche Fehler dich zusätzlich Zeit kosten

Lesen

17.04.2026

Grounding Page erstellen: So wirst du in KI-Systemen sichtbar

Wirklich mal was Neues: Grounding Pages helfen KI-Systemen, dich zu finden und die richtigen Infos an deine Zielgruppe weiterzugeben. So erstellst du sie.

Lesen

6 Kommentare

  1. Hallo Maike. Ich seh das genauso wie du. Ich habe auch einen Blog und versuche natürlich meine Leser zufriedenzustellen und regelmäßig zu posten. Auf der anderen Seite sollte der Inhalt natürlich auch einen Mehrwert bieten und nicht irgendein Unsinn sein, nur damit ich etwas online stellen kann. Vor langer Zeit habe ich einen Artikel mit dem Titel Content ist King gelesen. Das hat mich wirklich überzeugt. Ich möchte lieber weniger Blogbeiträge haben, dafür aber qualitativ hochwertige.

    Antworten
  2. Toller Artikel! Nicht umsonst gibt es Profis die den ganzen Tag nichts anderes machen als sich mit Content zu beschäftigen und wie sie diesen möglichst relevant und Nutzerorientiert gestalten können.

    Antworten
  3. Hallo Maike, es kann aber auch sinnvoll sein, keinen Blog zu haben sondern „nur“ Themenseiten, die ich regelmäßig optimiere/verbessere, oder?

    Antworten
    • Hi liebe Silke, ja, je nach Thema / Seitenart / Keyword / User-Intention… Grundsätzlich sind die statischen Seiten wie Startseite oder Angebot sehr wichtig, um Besucher:innen ggf. zu Kund:innen zu machen. Was Traffic, Wissensvermittlung und Positionierung angeht ist der Blog geeignet.Liebe Grüße, Maike

      Antworten

Schreibe einen Kommentar