Money Keywords sind Suchbegriffe mit Umsatzpotenzial. Sie bringen potenziell also Klicks, Käufe, Buchungen. Wie der Zusatz „Money“ schon sagt, werden diese Keywords zur Umsatzsteigerung über die Website genutzt.
In diesem Artikel erfährst du, was Money Keywords sind, wie du Money Keywords für deine Seite findest – und wie du sie monetarisieren kannst.
Fakten für Eilige
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Money Keywords sind Suchbegriffe mit Kaufabsicht, sie haben einen hohen kommerziellen Wert
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Sie haben oft ein hohes Suchvolumen, aber auch viel Wettbewerb
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Sie führen häufig zu Conversions, wie Verkäufe oder Anfragen
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Vorteil: bei SEA (Google Ads) fokussierst du dich auf Money Keywords und hast eine messbarer Kontrolle über Budget und Performance
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Bei SEO können Money Keywords nachhaltig für die Kundenreise eingesetzt werden, ggf. erfordern sie aber eine längere Optimierung, um gute Rankings zu erzielen
Inhalte
Was sind Money Keywords?
Das Anhängsel „Money“ steht für eine potenzielle Kaufabsicht der Menschen, die diesen Begriff googeln – beispielsweise wenn die Person nach einem physischen Produkt (Fahrradkette) oder einer Dienstleistung sucht (Catering-Service).
Vorteil: Wenn du mit einem oder mehreren Money Keywords rankst, kannst du deinen Umsatz als Unternehmen oder Selbstständige:r steigern.
Nachteil: Money Keywords haben meistens viel Wettbewerb, sind ggf. also schwer zu ranken – und haben hohe Kosten per Klick (CPC) bei Google Ads.
Wichtig: Unter die Bezeichnung „Money Keywords“ fallen nicht nur Begriffe, bei denen Menschen direkt den Kaufen-Button anklicken, denn sie können auch einen indirekten Umsatzwert haben. So werden Money Keywords unterschieden:
- Kommerzielle Keywords: Nutzer:innen wollen Produkte oder Dienstleistungen kaufen, z. B. „Jeans kaufen“ oder „Webseite erstellen lassen“
- Nicht-kommerzielle Keywords: Nutzer:innen suchen Informationen wie „Stressabbau im Arbeitsalltag“, die keinen direkten Umsatz bringen – dann gelangen sie auf Seiten mit Werbebannern, Affiliate-Links o.ä.
KI-Kompass
Lass KI deine Money Keywords brainstormen, beispielsweise mit diesem Prompt: „Liste mir 20 mögliche Suchbegriffe auf, die zeigen, dass jemand [dein Angebot] kaufen will“.
Money Keywords bei SEO und SEA
Money Keywords werden in SEO (Suchmaschinenoptimierung) und in SEA (Google Ads) eingesetzt. So kannst du Money Keywords strategisch einsetzen:
SEO
- Optimierung von Landingpages, Produktseiten und Blogartikeln
- Ziel: organisch für Begriffe mit hoher Kauf- oder Handlungsabsicht ranken
- Vorteil: langfristiger Traffic mit hohen Conversions
SEA
- bezahlte Kampagnen mit hoher Klick- und Kaufwahrscheinlichkeit
- Vorteil: schnelle und messbare Ergebnisse möglich
- Nachteil: Hoher CPC (Kosten per Klick)
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Beispiele: Wie erkenne ich Money Keywords?
Money Keywords erkennst du an Begriffen wie „kaufen“, „bestellen“, „Preis“, „Rabatt“…
Oder auch die Suche nach einem Produkt + einer bestimmten Marke wie „Bosch Geschirrspüler“.
Ebenso die lokale Suche nach einer bestimmten Leistung + Ort wie: „DJ Hochzeit Berlin buchen“.
Aber auch Keywords wie „Testbericht“, „Vergleich“ zeigt an, dass die suchende Person auf der sogenannten Kundenreise fortschreitet und vor einer Kaufentscheidung steht.
Praxis-Tipp: Ein hoher CPC ist oft ein Indikator für ein Money Keyword – denn er zeigt an, dass andere für Klicks auf dieses Keyword (viel) Geld ausgeben. Ich schaue mir deswegen auch bei der Keywordrecherche für organische SEO den CPC an – daran merkt man, dass es sich um einen wertvollen Suchbegriff auf der Kundenreise der Zielgruppe handelt.
Welche Arten von Keywords gibt es noch?
Keywords lassen sich grob in vier Haupttypen einteilen – je nachdem, welche Suchabsicht (Suchintention / User Intent) dahintersteckt:
Transaktionale Keywords
User:innen wollen etwas tun: sich anmelden, downloaden, buchen, kaufen, buchen. Das umfasst kostenlose Angebote wie das Abo eines Newsletters, die Anmeldung zu einem kostenlosen Webinar – oder auch kostenpflichtige Angebote.
Kommerzielle Keywords
Hier geht es um eine (vorbereitende) Kaufentscheidung. Nutzer:innen vergleichen, lesen Tests oder suchen nach Bewertungen. Beispiele:
„Bester Laptop für Studium“, „Vergleich DSL Anbieter“, „Gravel vs Rennrad“
Informationsorientierte Keywords
Diese Keywords zeigen an, dass jemand etwas wissen möchte. Es geht um Antworten, Erklärungen oder Tipps. Beispiele: „Wie schreibt man ein Angebot?“, „Tipps für besseren Schlaf“
Navigationsorientierte Keywords
Hier suchen Menschen gezielt nach einer bestimmten Marke, Seite oder Plattform. Beispiele: „Zalando Rückgabe“, „ChatGPT Login“, „dm Drogerie“
Money Keywords gehören meistens zu den transaktionalen oder kommerziellen Keywords – Nutzer:innen stehen hier kurz vor einer Handlung. Mit den richtigen Inhalten kannst du sie auf ihrer Kundenreise und Kaufentscheidung unterstützen.
Umsatzziele im Überblick
Money Keywords unterstützen unterschiedliche Marketingziele, je nach Geschäftsmodell, vom Produktverkauf bis zur Lead-Generierung.
Hier findest du die gängigsten Ziele und Möglichkeiten zur Monetarisierung:
Produkte verkaufen (E-Commerce)
Für Onlineshops sind Money Keywords essentiell, da User:innen bereits eine Kaufintention haben. Beispiel-Keywords:
„Trailrun Schuhe kaufen“
„Trailrun Schuhe“
„Trailrun Schuhe [Marke]“
Dienstleistungen (lokales Angebot)
Bei lokalen Suchanfragen suchen Menschen nach Dienstleistungen in der Nähe, wie: „Friseur Berlin Mitte“ / „Webdesignerin Freiburg“ /…
Hier sorgen Money Keywords dafür, dass die jeweilige Person das Angebot in der Nähe schnell findet und anfragen bzw. den Ort besuchen kann.
Affiliate-Marketing
Auf Blogs können Money Keywords genutzt werden, um Seitenbesucher:innen (= Traffic) auf Seiten zu lenken. Da es hier keinen direkten Kaufen-Button gibt, können Money Keywords indirekten Umsatz bringen – beispielsweise über
- Affiliate-Links: Suche nach „beste Laptops 2025 kaufen“ – hier klicken viele auf Empfehlungen und kaufen dann über diese Links
- Anzeigen als Werbebanner: Besucher:innen rufen zum Beispiel eine Rezept-Seite auf und sehen dann Werbung zu anderen Seiten, die sie anklicken können
Lead-Generierung
Bei der Lead-Generierung haben Money Keywords das Ziel, dass Nutzer:innen eine bestimmte Handlung vollziehen: Anfragen, Terminbuchungen, Newsletter-Anmeldungen. Beispiele könnten sein: „Finanzberatung“, „Osteopathie Termin“ oder auch „SEO Checkliste runterladen“.
Wie finde ich Money Keywords? (+ Tool-Tipp)
Um Money Keywords (und andere Keywords) zu finden, benötigst du eine Keyword-Recherche.
Nur über die Keyword-Recherche erhältst du wichtige Daten wie das Suchvolumen oder die SEO Difficulty – damit du faktisch weißt, was potenzielle Kund:innen suchen und kaufen wollen.
Lies mehr zum Thema:
Suchvolumen
Was sind Keywords?
Keyword-Recherche
Mit welchen Tools findet man Money Keywords?
Für organische SEO empfehle ich den Keyword Finder von Mangools* – sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und für Anfänger:innen geeignet. Oder auch, wenn du SEO nebenbei für dein Business machst.
Bei SEA (Google Ads) arbeitest du mit dem kostenlosen Google Keyword Planer in deinem Google-Ads-Konto.
* Affiliate-Link
KI-Kompass
KI-Tools wie ChatGPT können dir keine Keyword-Daten liefern – sie erfinden einfach Suchvolumen und andere relevante Werte. Nutze KI stattdessen für dein Keyword-Brainstorming, aber verlasse dich bei den Daten ausschließlich auf SEO-Tools.
Fazit
Money Keywords können Menschen auf deine Seite bringen, die bereit sind zu handeln: kaufen, buchen, anfragen… Durch Googles neue KI-Systeme steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen gut vorbereitet und mit einer höheren Kauf- oder Buchungs-Intention auf Websites gelangen.
Wichtig ist: Setze nicht einfach auf Begriffe mit hohem Suchvolumen, sondern prüfe realistisch, was zu deinem Angebot, deiner Zielgruppe und im Fall von Google Ads zu deinem Budget passt.
Wenn du die Suchintention verstehst, Long-Tail-Keywords nutzt und hochwertige Inhalte rund um deine Keywords entwickelst, kannst du gezielt passende Kund:innen ansprechen.
Money Keywords signalisieren eine konkrete Handlungs- oder Kaufabsicht. Allgemeine Keywords sind oft rein informativ oder navigationsorientiert – sie bringen Traffic, bauen Vertrauen zu deiner Marke oder dir als Person auf, bringen aber keinen direkten Umsatz.
Das sind längere, spezifischere Suchbegriffe wie „Steuerberater Berlin online Termin buchen“. Diese Keywords haben oft weniger Wettbewerb, eine klarere Absicht – und führen daher eher zu Conversions als allgemeine Begriffe.
Bei SEA (Google Ads) zahlst du pro Klick – gemessen wird das über den Cost-per-Click (CPC). Die Klickpreise reichen von wenigen Cent bis über 50 EUR – abhängig von Thema, Branche, Wettbewerb.
Was „teuer“ oder „günstig“ ist, kannst du also nur im Vergleich von Suchbegriffen innerhalb deines Themas definieren.
Bei Google Ads nutzt du den Google Keyword Planner für deine Keyword-Recherche.
1. Keyword-Brainstorming
2. Tools wie Keyword Finder
3. Suchvolumen, SEO Difficulty, CPC-Werte checken
4. Wettbewerbsanalyse für die Suchintention
5. Passenden Content erstellen
Nein. Auch Begriffe wie „Preisvergleich“, „jetzt buchen“, „Kosten Zahnschiene“ oder „Termin vereinbaren“ zeigen eine Handlungsabsicht – und können deshalb als Money Keywords gelten.