Die Keyword-Recherche ist das Fundament deiner SEO-Strategie: Sie zeigt dir, wonach deine Zielgruppe faktisch sucht – und gibt deinem Content eine klare Richtung. Richtig gemacht, bringt dir eine Keyword-Analyse die passenden Besucher:innen auf deine Website.
In diesem Blogartikel zeige ich dir meinen über zehn Jahre erprobten Prozess: Wie ich Keywords für meinen Blog und für die Websites von Kund:innen recherchiere.
Falls du allgemein mehr zum Thema Suchbegriffe wissen möchtest, lies diesen Blogartikel über Keywords
Wichtiges zur Keyword-Recherche
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Die Keyword-Recherche für SEO hilft dir, gezielte Inhalte für deine Zielgruppe zu erstellen, die (regelmäßig) bei Google gesucht werden
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Tools wie Google, Answer the Public oder der KW Finder liefern Keyword-Ideen oder Daten
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Für eine Keyword-Analyse brauchst du das Suchvolumen, die Keyword Difficulty und die Suchintention (aktuelle Daten)
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Für Google Ads spielt außerdem der CPC eine Rolle: Die Kosten pro Klick
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Jede Seite braucht ein Fokus-Keyword und optional ergänzende Supporting-Keywords, damit Google die Seite thematisch korrekt einordnen kann
Inhalte
Durch Googles neuen AI Mode und das KI-Zeitalter in der Suche verändert sich die Keyword-Recherche aktuell stark. Statt kurzer, allgemeiner Suchbegriffe („Matratze kaufen“) geben Nutzer:innen immer öfter längere, spezifische Fragen ein – wie z. B. „Welche Matratze ist gut für Seitenschläfer mit Rückenschmerzen?“
Solche Suchanfragen zeigen viel mehr über die Situation, Bedürfnisse und das Vorwissen der Zielgruppe. Das bedeutet für dich: Du kannst Inhalte passgenauer erstellen – nicht für „alle“, sondern genau für die Menschen, die wirklich zu dir passen.
Die Keyword-Recherche wird also mehr zum Startpunkt, um Themen zu finden. Dazu kommt, dass du die Fragen, O-Töne und spezifischen Situationen deiner Zielgruppe mit aufgreifen musst, um in KI-Systemen zu ranken.
5 Schritte der Keyword-Recherche
Ich bin ein riesiger Fan von strukturierten Abläufen. Darum teile ich hier meinen Keyword-Recherche-Prozess – genau so, wie ich ihn für meine eigene Suchmaschinenoptimierung und in Kundenprojekten nutze.
Wenn du SEO strategisch angehen willst, brauchst du Keywords – und zwar solche, mit denen du realistische Ranking-Chancen hast.
Spoler: Kein Tool kann dir eine vollständige Recherche abnehmen – denn zu einer Keyword-Analyse gehört die menschliche Interpretation und eine Basis an Infos, die du dem Tool zugeben musst. Wie diese Schritte ablaufen und wann ein Tool zum Einsatz kommt, erkläre ich dir hier Schritt für Schritt:
1. Keywords brainstormen
Bevor du ein Tool einsetzen und Daten zu deinen Keywords finden kannst, brauchst du erstmal Keyword-Ideen (um diese dann ins Tool einzugeben, logisch).
Jede Keyword-Recherche beginnt deswegen mit einem Brainstorming (eine Minute oder ein paar Stunden, kommt auf den Umfang an):
- Was ist das übergeordnete Thema?
- Wofür willst du gefunden werden?
- Was ist dein Angebot?
- Falls relevant: In welcher Stadt bietest du das an? (lokale SEO)
- Welche Fragen werden dir von deiner Zielgruppe oder von Kund:innen gestellt?
KI-Kompass
Du kannst ChatGPT für dein Brainstorming nutzen. Prompt:
Ich helfe [Beschreibung deiner Zielgruppe] dabei, [Beschreibung deiner Lösung]. Welche Begriffe, Probleme und Fragen könnten diese Personen bei Google eingeben, wenn sie eine Lösung suchen?
Beispiel: Ich helfe berufstätigen Frauen dabei, ihre Ernährung hormonfreundlich umzustellen. Welche Begriffe, Symptome oder Fragen könnten sie googeln, wenn sie Tipps oder eine Lösung suchen?
Was hast du nach diesem Schritt – und was nicht?
Du hast jetzt Ideen für potenzielle Themen, die du auf deiner Seite abbilden könntest. Aber du hast noch keine Daten zur realen Nachfrage dieses Thema – die Daten analysieren wir im nächsten Schritt.
Praxis-Tipp: Versuche, dich in deine Zielgruppe hineinzuversetzen. Beispielsweise denkst du: Ich möchte für „Ernährungsberatung“ gefunden werden – dann ist das ein potenzielles Keyword. Aber vielleicht suchen potenzielle Kund:innen nach ihren Symptomen: „immer müde trotz Schlaf“, „Blähbauch nach jedem Essen“…
2. Keywords mit Tools analysieren
Jetzt verwenden wir Keyword-Recherche-Tools (einzelne Tools stelle ich weiter unten im Beitrag vor). Mit Tools kannst du
- weitere themenverwandte Keywords finden, auf die du vielleicht nicht selber gekommen wärst
- Daten der Keywords untereinander vergleichen
- … und damit Potenziale erkennen: Welches Keyword ist das bessere?
Praxis-Tipp: Lege eine Tabelle an, in die du deine Keywords einträgst und nach Themen sortierst. Dann kannst du bei der Erstellung von Content immer wieder auf die Keyword-Liste zurückgreifen, später Daten aktualisieren und bei Änderungen an deinen Inhalten (vielleicht in einem Jahr) wieder auf die Daten zurückgreifen.
Ich prüfe jedes Keyword auf diese zentralen SEO-Werte:
Das Suchvolumen zeigt, wie häufig ein Begriff pro Monat bei Google gesucht wird. Das ist einer der wichtigsten Werte für die konventionelle Suchmaschinenoptimierung, weil du damit einschätzen kannst, ob sich ein Thema für dich lohnt.
Lies mehr darüber: Wie du das Suchvolumen genau bewertest und warum sich auch Keywords mit „kleinem“ Suchvolumen lohnen können
KI-Kompass
Für den AI Mode müssen wir Keywords individueller denken – und unsere Inhalte zu 100% von den Bedürfnissen unserer Zielgruppe ableiten: Menschen suchen viel umfangreicher und individueller. Die eine „Masse“ gibt es im AI Mode nicht.
Die Keyword-Recherche ist in diesem Fall also eher ein Anfang. Welcher Content daraus entwickelt wird, hängt mit den Fragen deiner potenziellen Kund:innen zusammen.
Die Keyword Difficulty (oder auch SEO Difficulty) zeigt dir, wie schwer es voraussichtlich ist, mit einem Keyword bei Google auf die erste Seite zu kommen. Oder anders gesagt: Dieser Wert zeigt an, wie stark die Inhalte und Domain-Autorität anderer Seiten schon sind, die für dieses Keyword bereits ranken.
Grundsätzlich gilt: Je höher der Wert, desto mehr etablierte Seiten konkurrieren um dieses Keyword – meist mit guter SEO, vielen Backlinks und starken Domains. Je niedriger der Wert, desto einfacher ist das Ranking potenziell.
Die Entscheidung für das passende Keyword ist also abhängig vom Suchvolumen und der SEO Difficulty. Du vergleichst immer Werte innerhalb deines eigenen Themas, also deiner eigenen Keyword-Recherche.
Deswegen kann ich dir auch nicht sagen: 1.000 Suchanfragen pro Monat sind „gut“ oder 10 sind „schlecht“. Denn es kommt auf die SEO Difficulty und auch auf deine unternehmerischen Ziele an: Vielleicht reichen 100 Klicks auf deine Website, um genügend Erstgespräche zu erzielen. Vielleicht brauchst du 10.000 für deinen Affiliate-Umsatz…
Ein weiterer spannender Wert ist der CPC (Cost per Click) = Kosten per Klick. Eigentlich brauchst du diese Kennzahl nicht für eine organische Keyword-Analyse – aber sie zeigt an, wie kommerziell attraktiv ein Keyword ist, weil andere schließlich Werbung darauf schalten.
3. Fokus-Keyword wählen
Nachdem du eine Liste an potenziellen Keywords gesammelt und die Daten dazu analysiert hast, entscheidest du dich im nächsten Schritt für ein Fokus-Keyword.
Das Fokus-Keyword ist der zentrale Begriff, um den sich eine einzelne Seite dreht. Es ist sozusagen der rote Faden für das Thema, das du inhaltlich abbilden willst.
Fokus-Keyword
Das Fokus-Keyword ist das Hauptkeyword, für das eine Seite ranken soll. Es beschreibt den Kern des Themas und bestimmt, welche Suchintention du erfüllen musst.
– Jede Seite hat genau ein Fokus-Keyword
– Beispiel: „hormonfreundliche Ernährung“
Supporting-Keywords (Neben-Keywords)
Supporting-Keywords sind ergänzende Begriffe, Fragen oder Varianten, die zum Fokus-Keyword passen.
Sie decken Unterthemen ab, die deine Zielgruppe ebenfalls interessieren, und helfen Google zu verstehen, dass dein Content umfassend ist. Beispiele:
– „Lebensmittel für ausgeglichene Hormone“
– „Heißhunger hormonell“
– „Hormone Ernährung Tipps“
In der Theorie wählt man als Fokus-Keyword den Suchbegriff, der verhältnismäßig das höchste Suchvolumen und eine niedrige SEO Difficulty hat.
In der Praxis haben Keywords mit hohem Suchvolumen eher auch eine hohe SEO Difficulty, weil sie natürlich beliebt sind.
Als Auswahlkriterium kommt natürlich auch noch die Zielgruppe hinzu – und was du mit dem Ranking erreichen willst.
Beispiel aus der Praxis: Eine Kundin von mir ist Psychologin. Bei der Keyword-Recherche mussten wir Keywords ausschließen, die auf eine kassenärztlichen Behandlung abzielen, weil es sich beim Angebot meiner Kundin um eine private Leistung handelt. Dieser Fall zeigt gut, dass es nicht ums reine Suchvolumen geht – sondern um die richtige Positionierung.
4. Wettbewerbs-Analyse
Supi, jetzt haben wir Keywords und Daten. Aber die große Frage ist: Wie übertragen wir das in Content, der bei Google rankt?
Vielleicht denkst du, der nächste logische Schritt ist: Keywords in den Text übertragen. Das denken viele – aber wenn sie diesen Weg gehen, kommen sie in Erstgespräche zu mir und fragen: „Warum ranke ich nicht?“
Meine Gegenfrage ist dann immer: Wenn diese Strategie auf 300 Seiten angewendet wird – was glaubst du, wer davon dann auf Platz 1 rankt? Schließlich gibt es nur einen Platz 1, aber viele „Bewerber“, die dieselbe Methode nutzen…!?
Also, wie geht’s richtig?
Schon seit 10-15 Jahren wissen wir: Du musst auf die Suchintention optimieren. Also auf das, was Nutzer:innen bei ihrer Suchanfrage erwarten. Die Suchintention beeinflusst die Seitenart: Lokale Landing Page, Blogartikel, Angebotsseite? Und die Suchintention bestimmt auch, wie du die Seite aufbaust, was da steht usw…
Dafür musst du dir anschauen, was für Inhalte zu deinem gewählten Keyword bereits ranken – denn diese ranken, weil… Trommelwirbel.. sie die Suchintention erfüllen.
Das ist der Nummer-1-Faktor für dein Ranking.
Was die Suchintention für dein Keyword ist, findest du im Internet – und zwar auf Seite 1 bei Google. Untersuche Mitbewerber-Seiten auf:
- Seitentyp
- Aufbau der Inhalte
- Welche Fragen werden hier beantwortet?
Aus der Praxis: Ich wurde in einem Erstgespräch mal gefragt, warum die Seite nicht für „Burnout“ rankt, obwohl das Keyword doch auf der Seite vorkommt.
Ich konnte mit einem Blick sehen: Die Person hatte das Keyword mehrfach auf ihrer Startseite platziert. Aber: „Burnout“ ist ein Info-Keyword: Menschen wollen Antworten auf ihre Fragen finden – und kein Angebot und keine Vorstellung einer Burnout-Expertin. Also konnte die Seite allein wegen des falschen Seitentyps nicht ranken.
Lies hier mehr über Keywords und verschiedene Keyword-Arten
KI-Kompass
Im AI Mode wird die Suchintention vielschichtiger: Menschen suchen spezifischer und Google versteht semantische Zusammenhänge besser – dadurch ist die Suchintention in KI-Systemen weniger starr und muss individueller auf die Zielgruppe abgestimmt werden.
5. Content erstellen
Sobald du weißt, welches Fokus-Keyword du nutzt und welche Suchintention dahintersteckt, beginnt der wichtigste Schritt: Deinen Content so zu erstellen, dass er fachlich richtig, suchmaschinenfreundlich und gleichzeitig nutzerorientiert ist.
Die Keyword-Recherche liefert dir den Rahmen – aber der Content selbst entscheidet am Ende, ob du rankst oder nicht.
KI-Kompass
Content zu erstellen ist eine Kunst für sich. Und für Ungeübte ist die Content-Erstellung in Zeiten von KI-Tools wie ChatGPT noch viel schwerer, weil die Einordnung von „gutem“ und „schlechtem“ Content mit KI total verwässert wird.
Wenn du langfristig eine starke Marke aufbauen willst, SEO nutzen möchtest – und mit deinem Content Menschen ansprechen willst, dann solltest du zuerst die Basics verstehen und danach KI als Unterstützung hinzunehmen. KI macht Content sonst schlechter…
Hier sind einige Punkte, auf die du bei der Content-Erstellung achten solltest:
Die Seitenart
Das Keyword und die Suchintention bestimmen, welche Art von Seite du dafür entwickelst.
Beispiel aus meiner eigenen Praxis: Wenn jemand nach „SEO-Service“ sucht, erwartet diese Person Angebote mit Leistungen, Preisen oder zumindest einer Kontaktmöglichkeit. Sucht dagegen jemand nach „Keyword-Recherche Anleitung“, möchte diese Person Informationen – also schreibe ich dazu einen Blogartikel.
Die richtige Seitenart ist also der erste Schritt, damit du überhaupt Ranking-Chancen hast.
Ein Keyword = eine Seite
Für jedes Fokus-Keyword solltest du genau eine Seite erstellen, also genau eine URL.
Wenn du beispielsweise zwei Blogartikel zum selben Keyword bzw. zur selben Suchintenion online hast, kann es passieren, dass keine der Seiten rankt – weil Google nicht versteht, welche Seite die richtige ist. Das nennt man Keyword-Kannibalisierung.
Integriere Keywords natürlich
Keywords gehören in den Text – weil Menschen und Google dann verstehen, dass es ums besagte Thema geht.
Ich persönlich achte nicht mehr darauf, wann und wo mein Keyword wie oft vorkommt – sondern ich achte darauf, die möglichst beste Nutzererfahrung zu schaffen.
Aber eine kleine Faustformel kann ich dir zur Platzierung von Keywords mitgeben. Platziere dein wichtigstes Keyword an folgenden Stellen: URL, H1-Überschrift, in mindestens einer H2, im Titel und in der Meta-Beschreibung, sowie im ersten Absatz unter den ersten ca. 100 Wörtern.
Wenn du vernünftige Texte für Menschen aus deiner Zielgruppe schreibst, brauchst du diese Liste eigentlich nicht, weil du das dann ganz natürlich machst.
Was du vermeiden solltest: Unnötige Wiederholungen oder künstliche Formulierungen nur wegen des Keywords.
Beziehe Neben-Keywords und Fragen mit ein
Neben-Keywords helfen Google zu verstehen, dass dein Inhalt umfassend ist. Und sie helfen Leser:innen, weil du automatisch mehr Fragen zum Thema abdeckst.
Wenn jemand z. B. nach „hormonfreundliche Ernährung“ sucht, interessieren ihn oft auch:
- „Welche Lebensmittel sind gut für meine Hormone?“
- „Was esse ich bei Müdigkeit am besten?“
- „Warum habe ich trotz gesunder Ernährung ständig Heißhunger?“
Wenn du solche Fragen direkt im Text beantwortest, zeigst du Expertise, beantwortest Fragen deiner Zielgruppe oder zeigst neue thematische Perspektiven auf – und dein Content wird qualitativ besser.
Eigene Erfahrungen und Perspektiven einbauen
Dein größter Vorteil gegenüber KI-generierten Texten bist du selbst – und deine Erfahrungen als Expert:in. Deine Beispiele, deine Learnings, deine Fehler, deine Kundengeschichten – all das wollen Menschen lesen.
Google erkennt Expertise und Originalität inzwischen viel besser (Stichwort EEAT). Und Leser:innen merken, ob der Text menschelt oder nicht.
Wenn du also erklären kannst, warum du eine bestimmte Methode nutzt, wie du in Kund:innenprojekten vorgehst oder welche Dinge in der Realität anders laufen als in der Theorie – dann hebe das hervor. Das unterscheidet persönliche Inhalte von austauschbaren, auf Knopfdruck erstellten Texten.
Gewinne Leads und Kund:innen über deine Website
Hier kannst du dich zu meinem Newsletter anmelden und herausfinden, ob SEO ein passendes Marketing-Standbein für dich ist. Und ob wir beide ein gutes Match sind, um dein SEO-Projekt bald zusammen anzugehen.
Tools für die Keyword-Recherche
Hier ein kurzer Überblick zu Keyword-Recherche-Tools:
- Google (kostenlos): Direkt im Suchfeld oder unten bei „Nutzer fragten auch“. Guter kostenloser Einstieg für Keyword-Ideen. Basiert auf echten Suchanfragen, zeigt aber keine Daten wie das Suchvolumen
- Answer the Public (eingeschränkt kostenlos): zeigt W-Fragen und Themenideen, interessant für Longtail-Keywords (Ideen)
- Google Keyword Planner (kostenlos): geeignet für Google Ads
- KW Finder (ab ca. 30 EUR/ Monat): günstiges und einsteigerfreundliches Tool, meine absolute Empfehlung (*Affiliate-Link)
- Ubersuggest (ab ca. 30 EUR/ Monat): einsteigerfreundlich, Life-Time-Deal verfügbar (einmalige Zahlung)
- Ahrefs (ab ca. 120 EUR/ Monat): sehr tiefgehendes Profi-Tool mit hervorragender Backlink-Analyse und starkem Keyword Explorer
- Semrush (ab ca. 140 USD/ Monat): All-in-One-Tool für SEO, Content, Social und Ads. Sehr umfassend, ideal für größere Marketing-Teams
- Sistrix (ab ca. 120 EUR/ Monat): besonders genutzt im deutschsprachigen Raum, präzise Keyword- und Domain-Daten, guter Sichtbarkeitsindex
Wie du die besten Begriffe auswählst
Der Sinn einer Keyword-Recherche ist, Daten innerhalb deines Themas gegenüberzustellen. Du willst herausfinden, welche Begriffe für deine unternehmerischen Ziele sinnvoll sind – und mit welchen Keywords du realistische Ranking-Chancen hast.
Gerade an bestehenden Märkten mit vielen Wettbewerber-Seiten ist das nicht unbedingt das Keyword mit dem höchsten Suchvolumen. Klar, ein hohes Suchvolumen klingt attraktiv, aber in der Praxis bedeutet es meistens auch mehr Wettbewerb.
Deswegen ist die Kombination aus Suchvolumen und Keyword Difficulty entscheidend: Ein Keyword mit niedriger SEO Difficulty hat oft auch ein niedrigeres Suchvolumen. Der Vorteil ist meistens, dass es deutlich einfacher zu einem Ranking führen kann als ein vergleichsweise umgarntes Keyword mit tausenden Suchen pro Monat.
Wie genau du das Suchvolumen einordnen kannst, erkläre ich ausführlich in diesem Blogartikel: Was ist das Suchvolumen – und wie finde ich darüber die besten Keywords?
Die Auswahl der richtigen Keywords endet nicht bei der Analyse von Daten. Genauso wichtig für die Keyword-Auswahl ist deine Zielgruppe. Nicht jedes Keyword passt zu deinem Angebot oder zu deiner spezifischen Positionierung.
Ich wiederhole nochmal ein Beispiel: Eine meiner Kundinnen ist Psychologin, aber sie bietet keine Kassenleistungen an. Darum mussten wir bei der Keyword-Recherche Begriffe ausklammern, bei denen Menschen nach einer gesetzlichen Therapie suchen. Denn es bringt ja nichts, für ein Keyword zu ranken, bei denen User:innen sofort wieder abspringen – das kann sogar kontraproduktiv sein fürs Ranking.
Noch ein Faktor ist KI – oder genau genommen Googles KI-Systeme wie der AI Mode: Menschen formulieren individueller, suchen spezifischer und stellen komplexere Fragen. Das bedeutet: Du solltest Keywords nicht mehr als starre, exakte Begriffe sehen, sondern als thematische Orientierung. Longtail Keywords werden also immer wichtiger.
Häufige Fehler bei der Keyword-Recherche
Die Keyword-Recherche ist nicht super kompliziert, aber sie ist komplex. In meiner Arbeit mit Kund:innen begegnen mir immer wieder die gleichen Fehler, die du vermeiden kannst:
1. Liste ohne Kontext
Viele denken, eine Keyword-Recherche sei einfach eine Liste mit Suchbegriffen und Daten. Fertig.
Aber die Frage ist: Was kannst du davon ableiten?
Um mit Keyword-Daten zu arbeiten, brauchst du mehr Kontext: Die Suchintention, eine Einordnung der Kundenreise – und ein Abgleich, welche Keywords auf deiner bestehenden Website bereits abgedeckt sind, gut ranken, Optimierung brauchen oder sogar: welche URLs zusammengelegt werden müssen, um Keyword-Kannibalisierung zu vermeiden.
Ich erstelle für meine Kunden auch eine Priorisierung, mit welchen Keywords sie anfangen sollten – immerhin muss der Content dazu ja erstmal erstellt und eingepflegt werden.
Leider landen eher nichtssagenden Listen zu Beginn von SEO-Projekten oft auf meinem Schreibtisch. Der Kunde denkt dann: Wir haben ja schon eine Keyword-Recheche.
Oft fehlen die oben beschriebenen Kontextinformationen – und dazu kommt, dass eine Keyword-Liste auch aktuell sein sollte, weil sich das Suchvolumen und auch die Suchintention ändern können.
Falls du deine Keyword-Recherche vom Profi erstellen lassen möchte, schau dir mein Angebot an: Keyword-Recherche auslagern
2. Zu breite Keywords
Ein weiterer häufiger Fehler ist, Keywords zu wählen, die thematisch zu breit sind. Wenn du „Ernährung“ oder „Stress“ als Fokus-Keyword auswählst, wirst du gegen riesige Websites antreten – und meistens ohne Chance.
Spezifischere Longtail Keywords sind nicht nur leichter zu bedienen, sie holen die richtigen Menschen ab und passen wahrscheinlich sogar besser zu deinem Angebot.
3. KI-Chatbots fragen
KI-Tools wie ChatGPT oder Claude oder geben dir auf Nachfrage Keyword-Daten aus. Das Problem an der Sache: Diese Daten sind frei erfunden.
Du kannst KI-Chatbots nutzen, um ein Brainstorming für Keyword-Ideen zu machen. Aber für echte Daten brauchst du Keyword-Recherche-Tools – diese habe ich dir im Abschnitt Tools oben aufgeführt.
4. Keywords auf bestehende Seiten übertragen
Eigentlich wissen wir schon seit 15 Jahren, dass das nicht mehr funktioniert: Keywords recherchieren – und diese auf bestehende Seiten übertragen.
Trotzdem kommen immer noch viele Menschen in meine Kurse oder in Erstgespräche, die sich wundern: „Ich habe das Keyword doch auf meiner Seite stehen, warum ranke ich damit nicht?“
Meine Gegenfrage ist dann immer: Wenn 100 Seitenbetreiber:innen genau dasselbe machen – was denkst du, wer dann rankt? Es gibt ja nur einen Platz 1, also nur auf einer Seite könnte diese Methode von „Keywords drauf klatschen“ theoretisch erfolgreich sein.
Ich versuche es mal mit einem Bild: Ein Keyword ist kein Ast, den du deinem Baum (=Website) von außen anpinnst. Ein Keyword ist eher die Wurzel, das viele grundlegende Entscheidungen für deine Seite vorgibt. Zum Beispiel, welche Seitenart entstehen soll: Angebot, Blogartikel, lokale Seite…?
5. Mehrere Seiten für ein Keyword
Ich erkläre das gleich an einem Beispiel: Ein Kunde kam mit einer Website zu mir, auf der über die Jahre rund 70 % der Seiten doppelt – und ja, sogar neunfach – angelegt worden waren.
Das Problem ist, dass diese Seiten miteinander konkurrieren und im Ergebnis keine der Seiten rankt. Google versteht nicht, welche die richtige URL ist.
Und selbst wenn Google das egal wäre und alle Seiten in den Suchergebnissen angezeigt werden würden: Worauf sollten die Nutzer:innen dann klicken?
Lösung: Wir behalten die Seite /hochzeitslocation-muenchen (und setzen sie inhaltlich für SEO und für Conversions neu auf).
Und wir löschen alleine zu diesem Keyword neun weitere Seiten, die unnötig sind und das Ranking leider nur verschlechtern, zum Beispiel:
/hochzeit-feiern
/hochzeitslocation-in-der-naehe
/hochzeit-muenchen-umland
Das Dramatische an der Sache ist nicht nur, dass wir Seiten löschen müssen, in die Zeit und leider auch viel Geld geflossen ist (und dass ich einen gebrandmarkten Kunden vor mir sitzen habe).
Das Problem ist auch, dass Zeit verschwendet wurde, in der die eine richtige Seite schon ranken und Anfragen von Brautpaaren bringen könnte.
Du siehst: Fehler im Umgang mit Keywords können finanziellen oder zeitlichen Schaden anrichten – oder einfach Zeitverschwendung sein.
Wenn du lernen willst, wie du eine Keyword-Recherche von A bis Z richtig machst, kann ich dir mit folgenden Angeboten helfen:
Keyword-Recherche lernen bei SEO Superhelden (Onlinekurs)
Keyword-Recherche im 1:1 Mentoring lernen
Keyword-Recherche an Satzgestalt auslagern
Fazit
Eine Keyword-Recherche ist die Grundlage deiner SEO-Strategie. Sie zeigt dir, wonach deine Zielgruppe sucht, welche Begriffe zu deinem Angebot passen – und wo sich der Aufwand für Content überhaupt lohnt. Wenn du sie sauber umsetzt, setzt du das Fundament für deine SEO-Strategie: Von der Seitenstruktur bis hin zum Aufbau deiner einzelnen Unterseiten.
Shorttail-Keywords wie „Ernährung“ sind eher unspezifisch, haben oft ein hohes Suchvolumen, weil eine breite Zielgruppe danach sucht – und haben deswegen auch viel Wettbewerb.
Longtail-Keywords sind längere, spezifischere Suchphrasen, zum Beispiel „hormonfreundliche Ernährung bei Müdigkeit“. Sie haben zwar weniger Suchvolumen, aber eine viel klarere Suchintention und sind leichter zu bedienen. Für kleine Websites, Dienstleister:innen und nischige Themenfelder können Longtail Keywords besonders attraktiv sein.
Bezahlte Tools wie der KW Finder* oder Ubersuggest machen die Keyword-Analyse deutlich effizienter und liefern dir echte Daten – daher ist die Investition empfehlenswert.
Es gibt keine perfekte Anzahl – wichtig ist, dass dein Text das Thema ganzheitlich abdeckt und die Fragen deiner Zielgruppe beantwortet. Wenn der Inhalt gut strukturiert ist, entstehen die meisten Keyword-Nennungen ganz automatisch. „Keyword stuffing“, also eine übertrieben häufige Erwähnung des Keywords, bringt gar nichts mehr.
Das lässt sich nicht pauschal sagen, weil es immer vom Wettbewerb, deiner Website und deinen Zielen abhängt. Ein Keyword mit 50 Suchanfragen im Monat kann für dich wertvoller sein als eines mit 1.000, wenn die Suchintention besser zu deinem Angebot passt.
Der Preis für eine Keyword-Recherche kann stark variieren: Welche Erfahrungen hat die Anbieterin, welche Tools werden verwendet und wie umfangreich ist die Recherche? Dann gibt es natürlich unterschiedliche Abrechnungsmodelle: Pauschal oder pro Stunde…?
Meine Keyword-Recherchen beinhalten einen Onboarding-Call zum Thema Zielgruppe, eine Strukturierung der Keywords in Themen-Cluster für interne Links und die Seitenstruktur, ein Prioriserungs-Vorschlag der Themen sowie ein Content-Briefing, sodass meine Kund:innen selbstständig Content umsetzen können.
Bei mir startet die Keyword-Recherche als Dienstleistung bei 1.700 EUR zzgl. MwSt. Mehr dazu erfährst du hier
Bei der Keyword-Recherche für Google-Werbeanzeigen kannst du Keywords mit dem kostenlosen Keyword-Planer von Google recherchieren. Ein wichtiger Wert ist der CPC (Cost per Click), da du für Google Ads ja einen Klickpreis angeben musst und so durchschnittliche Klickpreise vergleichen kannst.
Liebe Maike, vielen Dank für deinen tollen Blog. Ich bin über Spotify auf dich aufmerksam geworden.
Zur Zeit beschäftige ich mich mit der Überarbeitung meiner Webseite und des Blogs. Ich konnte schon einiges über deine Beiträge dazulernen ????
Zur Frage: Wieviel Suchvolumen sollte ein Keyword haben, kann ich von mir folgendes berichten.
Da ich eine sehr kleine Nische innerhalb der Lackierbranche bestze (Airbush und Effektlackierung), optimiere ich meine Blogbeiträge auch auf Keywords die nur 100 Suchanfragen pro Monat aufweisen.
So ergeben sich langfristig ebenfalls gute Ergebnisse, wenn man z.b 30 Beiträge zu Keywords mit geringem Suchvolumen verfasst.
Eine Strategie die bei hochpreisigen Dienstleistungen gut funktioniert.
Im Durchschnitt „Ernte“ ich auf diese Weise ca. 1000 Besucher pro Monat und erhalte Wertvolle Anfragen und Aufträge.
Auf diese Weise konnte Ich in den letzen 10 Jahren, meine Lackier-Dienstleistungen von Standard -Aufträgen hinzu Spezialist für Kunst-Handwerk verwandeln.
Innerhalb der Branche werde meine Dienstleistungen mittlerweile auch von Betrieben wahrgenommen, die nur Standard anbieten. So erhalte ich auch Kunden durch Empfehlung durch die „Konkurrenz“.
Also, Handwerker: Bloggen lohnt sich auch für euch!
Hallo lieber Daniel,
vielen Dank, dass du deine Erfahrung teilst und schön, dass du deine Strategie gefunden hast! Es zeigt perfekt, wie auch Keywords mit geringem Suchvolumen in einer spitzen Nische große Wirkung entfalten können. Wir freuen uns, dass du damit so erfolgreich bist und dich als Spezialist etablieren konntest und wünschen dir weiterhin viel Erfolg
Liebe Grüße
Sarah aus dem Team von Satzgestalt