Googles Algorithmus ist stabiler als sein Ruf – und die wichtigsten Signale, die über deine Sichtbarkeit in den Suchergebnissen entscheiden, haben sich in den letzten Jahren kaum grundlegend verändert.
Was sich hingegen verändert hat: Wie KI die Suche beeinflusst – und was das für deine SEO-Strategie bedeutet.
Welche Rankingfaktoren stabil bleiben und welche in Zeiten von KI wichtiger geworden sind, erfährst du in diesem Blogartikel.
Fakten für Eilige
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Die wichtigsten Rankingfaktoren lassen sich laut Google in folgende Kategorien zusammenfassen: Relevanz, Qualität, Nutzererfahrung und Technik
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Es gibt keine feste Liste von Rankingfaktoren, sondern viele Signale, die je nach Suchanfrage, Seitentyp, Branche und Zielgruppe unterschiedlich gewichtet werden.
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Google nutzt mehrere Algorithmen und maschinelle Lernprozesse, um die besten Inhalte für Nutzer:innen zu finden
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Manche Rankingfaktoren sind von Google offiziell bestätigt, andere werden von SEOs vermutet – der Google Leak 2024 brachte etwas Licht ins Dunkel des Google-Algorithmus
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Für Sichtbarkeit in KI-Systemen gewinnen Grounding Pages an Bedeutung – strukturierte Referenzseiten, die der KI als Informationsquelle dienen
Inhalte
1. Faktor Zeit
SEO ist eine langfristige Marketing-Strategie – und funktioniert nicht so gut als schnelle Lösung für Sichtbarkeit. Bis erste Rankings sichtbar werden, kann es mehrere Monate dauern. Früh starten ist also wichtig.
Viele Selbstständige oder Unternehmen kommen mit einer SEO-Anfrage zu mir, wenn sie ganz dringend Kund:innen brauchen – oder wenn sie finanziellen Druck von ihren Investoren haben.
In dem Moment ist SEO selten die richtige Antwort. Nicht weil es zu spät wäre, sondern weil die Erwartungshaltung nicht zur Realität passt und andere Maßnahmen vielleicht gerade mehr Priorität haben.
Google macht Schnellschüsse übrigens auch nicht mit: Du musst erstmal beweisen, dass deine Seite seriös ist und dass du in deinem Bereich etwas zu sagen hast – dazu brauchst du unter anderem herausragenden Content und Zeit.
Wenn wir von Zeit sprechen, musst du folgende Aspekte miteinbeziehen:
- Zeit für die Umsetzung von SEO
- Zeit, bis die Maßnahmen bei Google greifen
- Und auch das Alter der Domain kann bei SEO eine Rolle spielen
Faktor Zeit in KI-Systemen
Wenn du in Googles KI-Antworten erscheinen möchtest, brauchst du als Basis ganz klassische Suchmaschinenoptimierung. Insofern musst du klassische SEO auch bei deiner Optimierung für KI-Systeme immer mitdenken.
Aber: In KI-Systemen stellen Menschen komplexere, dafür seltener vorkommende Anfragen. Bei Longtail Keywords hast du sehr wahrscheinlich weniger Wettbewerb – und die Chance, schneller Sichtbarkeit zu erhalten.
2. Keywords
Keywords gehören zu den grundlegenden Rankingfaktoren. Google selbst beschreibt Keywords als eines der wichtigsten Signale in der Suchmaschinenoptimierung.
Das ist auch logisch, denn Suchen starten ja immer mit Keywords: Sie helfen Nutzer:innen, Inhalte zu finden – und schlagen so die Brücke von der Suchmaschine zu deiner Website.
Und Keywords helfen auch Google zu verstehen, worum es auf deiner Seite geht.
Wenn zum Beispiel eine Nutzerin „Vulkan Entstehung“ bei Google eingibt, dann durchsucht Google Inhalte, die es dazu gibt – und spielt diese Inhalte aus. Wie ein Bibliothekar, der dir eine Auswahl an Literatur zu deiner Nachfrage auf den Tisch legt.
Keywords in KI-Systemen
Der KI-Modus (AI Mode) von Google führt hunderte oder mehr Anfragen durch, mit denen das Internet durchsucht wird. Daraus zitiert er eine Antwort, erstellt eine Zusammenfassung und / oder gibt Quellen zur Suchanfrage aus.
Übrigens: In der klassischen Suchmaschinenoptimierung unterscheidet man zwischen Shorttail und Longtail Keywords – also Anfragen, die eher allgemein sind wie „Urknall“ – und spezifischen Anfragen wie „Entstehung von mittelschweren schwarzen Löchern“.
Im KI-Modus von Google nutzen Menschen sehr viel längere und spezfischere Keywords wie: „Wie kann ich Kindern schwarze Löcher und einen möglichen Zusammenhang mit dem Urknall erklären?“
Mehr zum Thema Keywords
Was sind Keywords?
Keyword-Recherche – Leitfaden von A-Z
3. Suchintention
Ein Keyword kommt immer mit seinem Zwilling, der sogenannten Suchintention.
Das Prinzip hinter der Suchintention lautet: Deine Leser:innen haben eine bestimmte Erwartung, wenn sie etwas googeln.
Beispiel: Wenn du nach „Google Ranking Faktoren“ suchst, erwartest du eine verständliche Übersicht über die wichtigsten Rankingfaktoren wie in diesem Blogartikel hier. Mit einer Angebotsseite für SEO-Leistungen oder einem Onlinekurs könnte ich dich nicht abholen und deswegen auch nicht ranken.
Sprich: Nur wenn du die Suchintention triffst, hast du Ranking-Chancen.
Beispiele für unterschiedliche Suchintention:
- Infosuche: „Wie entstehen schwarze Löcher“
- Navigation: „Wikipedia Schwarze Löcher“
- Transaktionale Suche: „Vorlesung Pdf schwarze Löcher II“
- Kaufabsicht: „Buch schwarze Löcher“
Suchintention in Zeiten von KI
Die Suchintention fordert Empathie von uns Website-Ersteller:innen – gegenüber unserer suchenden Zielgruppe.
Ich würde behaupten: KI verstärkt diese Forderung nach Empathie noch mehr. Denn wenn du bei sehr langen und spezifischen Anfragen deiner Zielgruppe mit deinen Inhalten erscheinen willst, musst du deine Zielgruppe sehr gut kennen.
Denn nur dann fallen dir Fragen ein, die du in Form von Content auf deiner Seite beantworten kannst.
SEO-Checkliste für 0 EUR
Du fragst dich, wie du mit SEO anfangen sollst? In meiner SEO-Checkliste habe ich die wichtigsten aus über 200 Ranking-Faktoren zusammengefasst. Sodass du direkt loslegen kannst:
4. Hilfreicher Content (E-E-A-T)
Google hat zum Thema Content ein klares Statement gesetzt: Mit dem Helpful Content Update von 2022 wurde deutlich, dass Content einer der wichtigsten Faktoren für Rankings ist.
Website-Inhalte sollen Menschen helfen, eine konkrete Frage beantworten oder ein Problem für sie lösen. Außerdem betont Google seit Jahren, dass Inhalte für Menschen geschrieben werden sollten – nicht für Suchmaschinen.
Aus meiner Erfahrung dreht sich bei SEO fast alles um Content:
- Du recherchierst Keywords – um daraus Content abzuleiten.
- Du beschäftigst dich mit deiner Zielgruppe – um passenden Content für sie zu entwickeln.
- Du kümmerst dich um die mobile Optimierung deiner Website – damit Menschen deinen Content am Smartphone lesen können.
- Du machst technische SEO – damit Google deinen Content einlesen und ausgeben kann.
Ohne Content gäbe es keine Suchmaschinen und auch keine KI-Systeme. Denn die Suche nach Content ist der Grund, dass Menschen Google oder auch KI-Tools wie Gemini, Perplexity oder Claude überhaupt aufrufen.
Deine Website kann nicht ranken, wenn du keinen Content hast. Die Basis für SEO ist deswegen: Content, Content, Content.
Themenautorität
Websites ranken tendenziell besser, wenn sie Themenautorität haben, also eine gewisse Menge an Inhalten zu einem Thema veröffentlichen – und das kontinuierlich tun.
Beispiel: Eine Website über Astronomie veröffentlicht mehrere Blogartikel wie:
- Entstehung von schwarzen Löchern
- Wie Sterne entstehen und sterben
- Entwicklung von Galaxien
- Erforschung neuer Planeten
Mit der Zeit erkennt Google thematische Zusammenhänge zwischen den Inhalten – und ordnet die Website stärker dem Themengebiet Astronomie zu.
Themenautorität entsteht sondern durch mehrere Inhalte, die über einen längeren Zeitraum aufgebaut werden. Gut recherchiert, strukturiert und auf Basis von Keywords, die von der Zielgruppe gesucht werden.
Keywords, Content-Cluster, verlinkte Blogartikel usw sind übrigens auch Themen von meinem Onlineprogramm SEO Superhelden – mehr Infos findest du hier.
E-E-A-T
Google bewertet Inhalte danach, ob sie auf Erfahrung und Fachwissen beruhen – und ob eine Website als vertrauenswürdige Quelle für ein Thema gelten kann. Dafür hat Google das Konzept E-E-A-T eingeführt:
– Experience: Eigene Erfahrung mit dem Thema, über das du schreibst.
– Expertise: Fachwissen und Kompetenz in deinem Bereich.
– Authoritativeness: Autorität in einem bestimmten Themengebiet, zum Beispiel durch Erwähnungen oder Empfehlungen anderer Websites.
– Trust: Vertrauenswürdigkeit der Inhalte und der Website insgesamt, etwa durch transparente Informationen, Quellen oder Kundenstimmen.
Content erstellen und ranken in Zeiten von KI
Vielleicht nutzt du KI-Systeme, um
- Content zu erstellen (mithilfe von Claude, ChatGPT, Gemini…)
- Content zu finden (über Googles AI Mode, ChatGPT usw.)
Im Fall von a) wird mit KI-Unterstützung viel Content einfach mal schnell rausgehauen.
Lustigerweise geht es aber bei b), nämlich bei der Sichtbarkeit in KI-Systemen, vielmehr um spezifischen Content, den du ja nur mit eigener, menschlicher Erfahrung erstellen kannst.
Hintergrund: Deine Zielgruppe sucht in KI-Systemen viel ausführlicher, mit mehr Hintergrundinformationen und angepasst an die eigene, individuelle Situation.
KI führt uns also mal wieder back to the basics, nämlich, dass wir unsere Zielgruppe besser denn je verstehen müssen.
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5. Website und Seitenstruktur
Eine klare Struktur hilft Google und Besucher:innen, deine Inhalte besser zu verstehen.
Dazu gehören zwei Ebenen:
- Die Struktur deiner Website als Gesamtkonzept: Welche Unterseiten gibt es, wie funktioniert meine Navigation (mein Menü) und wie werden Nutzer:innen von Seite zu Seite geleitet?
- Die Struktur deiner einzelnen Unterseiten: Wie sind deine Seiten aufgebaut, welche Abschnitte, Überschriften usw. gibt es?
Kennst du schon den zweiten Leseweg? Nutzer:innen lesen im Internet nicht Wort für Wort – sondern scannen die Seite zunächst anhand der H1-Überschrift, Zwischenüberschriften, Fettungen oder anderen Hervorhebungen.
Tipp: Lies deine Seite anhand dieser harvorstechenden Elemente durch und prüfe, ob dadurch die wichtigsten Botschaften erfasst werden.
Hier kommen leicht umsetzbare Tipps aus meiner Praxis:
- Stell dir die Frage: Welche Seiten sind wirklich notwendig? Du brauchst zum Beispiel nur eine About-Seite, anstatt mehrere: Über mich / Team / Philosophie / Arbeitsweise usw.
- Das Menü: Verwende hier eine möglichst einfache Sprache, sodass jeder Menüpunkt klar verständlich ist.
- Vermeide doppelte oder sehr ähnliche Seiten – sonst läufst du Gefahr, dass Duplicate Content entsteht
- Überlege dir für jede Seite, welches Ziel sie hat: Kundengewinnung, für ein bestimmtes Keyword ranken, Vertrauen aufbauen…?
- Jede Unterseite sollte genau eine H1-Überschrift haben, die das Hauptthema der Seite beschreibt (meinen Mini-Kurs zum Thema Headlines findest du hier)
Seitenstruktur in Zeiten von KI
KI-Systeme erfassen Inhalte leichter, wenn sie klar strukturiert sind: Durch Überschriften, Stichpunkte, Listen, Tabellen, häufige Fragen und durch strukturierte Daten.
Ehrlich gesagt ist das aber nichts Neues: Diese Prinzipien waren in der klassischen SEO schon immer wichtig – KI hat sie nur stärker ins Rampenlicht gerückt.
6. Interne Verlinkungen
Wenn du auf deiner Website von einer Seite auf eine andere Seite verlinkst, entsteht eine Art Netzwerk aus Inhalten.
Diese Vernetzung zeigt Google, welche Inhalte thematisch zusammengehören, welche besonders wichtig sind (weil sie häufig verlinkt werden) – und sie hilft Besucher:innen bei der Navigation auf deiner Seite.
Beispiel: Eine Website über Schlaf enthält mehrere Artikel zu Themen wie
- Schlafphasen und ihre Funktion
- Ursachen von Schlafstörungen
- Tipps für besseren Schlaf
Wenn diese Inhalte miteinander verlinkt sind, erkennt Google leichter, dass sie thematisch zusammengehören.
Zusammenhängenden Inhalte nennt man in der SEO auch Themencluster – sie sind die Basis für semantische SEO. Das bedeutet: Google versteht nicht nur einzelne Keywords, sondern den Kontext und die Bedeutung dahinter, so auch hinter Synonymen.
Tipps für gute interne Verlinkungen
- Verlinke Inhalte, die thematisch zusammenpassen
- Verwende verständliche Linktexte oder Keywords für deine Ankertexte
- Verlinke wichtige Seiten häufiger als weniger wichtige Inhalte (siehe Thema Linkjuice)
- Ergänze Links auch in bestehenden Artikeln, wenn du Inhalte veröffentlichst
Interne Links in Zeiten von KI
Auch KI-Systeme verstehen thematische Zusammenhänge besser, wenn deine Seiten miteinander verlinkt sind. Je klarer deine Inhalte strukturiert und miteinander verknüpft sind, desto leichter können KI-Systeme dich als verlässliche Quelle zu einem Thema erkennen.
Eine Rolle spielen dabei sogenannte Entitäten: eindeutig identifizierbare Inhalte – aber auch Personen oder Marken.
Lies mehr über Sichtbarkeit in KI-Systemen und sogenannte Grounding Pages
7. Backlinks
Backlinks sind Links von anderen Websites, die auf deine Seite verweisen. Google wertet sie als Empfehlung: Vertrauenswürdige Seiten, die auf dich verlinken, machen dich als Quelle vertrauenswürdiger.
Die Idee dahinter ist simpel: Wenn seriöse Websites auf deine Seite verlinken, signalisiert das Google, dass dein Content einen Mehrwert bietet.
Dabei zählt Qualität deutlich mehr als Quantität: Ein einziger Backlink von einer etablierten, thematisch passenden Website bringt mehr als zehn Links von unbekannten Seiten ohne Relevanz. Google bewertet dabei unter anderem, wie vertrauenswürdig die verlinkende Seite ist und ob das Thema zur deiner Website passt.
Backlinks entstehen idealerweise organisch – weil dein Content so gut ist, dass andere darauf verweisen wollen. Daneben gibt es aktive Möglichkeiten, Backlinks aufzubauen: Gastbeiträge auf anderen Websites, Erwähnungen in Branchenverzeichnissen oder Kooperationen mit anderen Unternehmen.
Was du vermeiden solltest: Gekaufte Links oder Linktausch-Netzwerke. Google erkennt unnatürliche Linkmuster und kann Seiten dafür abstrafen.
Backlinks in KI-Systemen
In KI-Systemen spielen Backlinks eine indirekte Rolle: KI-Modelle wie Googles AI Mode oder Claude greifen auf Inhalte zurück, die im Netz als vertrauenswürdig gelten.
Eine Website mit starkem Backlink-Profil wird wahrscheinlicher als verlässliche Quelle wahrgenommen – und hat damit bessere Chancen, in KI-Antworten zitiert zu werden.
8. Nutzersignale
Nutzersignale beschreiben, wie Menschen mit deiner Website interagieren. Sie sind einer der wichtigsten Rankingfaktoren. Dass Nutzersignale eine wichtigere Rolle in der Suchmaschinenoptimierung spielen, wissen wir offiziell seit dem Google Leak 2024.
Diese Signale kann Google auswerten:
- Click-through-Rate (CTR): Wie oft wird dein Suchergebnis angeklickt, verglichen mit anderen Ergebnissen auf derselben Position?
- Verweildauer: Wie lange bleiben Besucher:innen auf deiner Seite?
- Absprungrate: Verlassen sie die Seite sofort wieder, ohne weiterzuklicken?
- Pogo-Sticking: Springt jemand nach dem Besuch deiner Seite sofort zurück zu den Suchergebnissen – und klickt auf ein anderes Ergebnis?
Beispiel: Ein Artikel, der in den Suchergebnissen oft angeklickt wird und auf dem Besucher:innen lange bleiben, sendet sozusagen positive Signale.
Nutzersignale in Zeiten von KI
In KI-Systemen sind Nutzersignale noch kein offizielles Thema, wahrscheinlich weil sie schwer messbar sind.
Aber das Prinzip beschreibt ja nur: Es geht um Inhalte, die Menschen auf ihrer Kundenreise helfen. Nur so bauen sie Vertrauen auf und behalten dich oder dein Unternehmen im Kopf – um später bei der Kaufentscheidung auf dich zurückkommen.
9. Technische SEO
Technische SEO ist die Grundlage dafür, dass Google deine Seite überhaupt lesen und ausgeben kann.
Für viele Selbstständige ist technische SEO ein rotes Tuch, aber die gute Nachricht ist: Viele Systeme wie Wordpress schaffen schon gute technische Grundlagen wie strukturierte Daten oder Titel und Meta-Beschreibungen. Alternativ kann man die Technik auslagern.
Die wichtigsten technischen Basics:
- Crawling und Indexierung: Googles Roboter lesen Websites zunächst ein, das nennt man Crawling. Danach wird die Seitein den Google-Index aufgenommenund kann in den Suchergebnissen erscheinen.
- Mobile Optimierung: Google bewertet deine Website primär anhand der mobilen Version – das nennt sich Mobile-First Indexing. Deine Seite muss auf dem Smartphone und auf anderen Geräten genauso gut funktionieren wie auf dem Desktop.
Tipp: In Google Analytics kannst du sehen, von welchen Geräten deine Website wie häufig aufgerufen wird. - Pagespeed: Wie schnell deine Seite lädt, beeinflusst Nutzererfahrung und kann Auswirkungen auf das Ranking haben. Besonders in stark besetzten Branchen kann eine verbesserte Ladegeschwindigkeit den Unterschied machen.
- Barrierefreiheit: Barrierefreie Websites sind seit 2025 für viele Unternehmen in der EU gesetzlich Pflicht. Ein positiver Nebeneffekt: Barrierefrei gestaltete Inhalte verbessern die Nutzersignale und ggf. auch die Conversions.
Technische SEO in Zeiten von KI
KI-Systeme wie Googles AI Mode, Gemini, ChatGPT oder Claude greifen auf den Index von Google und von Bing zurück – also auf Seiten, die gecrawlt und indexiert wurden.
Wer in KI-Antworten sichtbar sein möchte, fängt deswegen genau hier an: Bei der technischen SEO-Basis.
Keine Indexierung, keine Sichtbarkeit – weder in klassischen Suchergebnissen noch in KI-Systemen.
10. Rankingfaktoren richtig einordnen
Es gibt über 200 Rankingfaktoren, die bei Googles Platzierung von Suchergebnissen betrachtet werden können. Aber: Nicht jeder Rankingfaktor ist gleich wichtig.
Außerdem kommt es auf den Seitentyp und die Branche an. Hier einige Beispiele:
- Bei der Startseite greifen ganz andere Faktoren als beispielsweise bei einem Blog: Hier sind Keywords oft zweitrangig – dafür spielt das Nutzerverhalten auf Startseiten eine ausschlaggebende Rolle.
- Blogartikel sind sehr klassisch mit einer Überschriftenstruktur (h1, h2, h3 usw.) gegliedert und sie werden stark nach Keywords und der Suchintention optimiert.
- In einer Branche mit weniger SEO-Wettbewerb ist zum Beispiel der Page Speed weniger ausschlaggebend als bei Themen, die schon stark besetzt sind. Ganz einfach, weil Google ja weniger Auswahl hat und dann eben die Seiten rankt, die da sind.
- Und auch bei Websites von Kreativen wie Fotograf:innen, Künstlerinnen, Designern spielt der Page Speed eine kleinere Rolle, da die Zielgruppe hochauflösende Bilder sehen möchte
- Bei Onlineshops mit physischen Produkten greifen SEO- und auch Conversion-Mechanismen als bei einer Seite, die auf Erstgespräche ausgerichtet ist.
Du siehst also: Zu SEO gehören strategische Überlegungen – aber auch immer eine Einordnung der Branche, der Kundenreise und die passende Zielgruppenansprache.
Darum habe ich mich als SEO-Expertin darauf spezialisiert, wie du bei Google sichtbar wirst und Kund:innen auf deiner Website überzeugst. Falls du Interesse an einer Zusammenarbeit hast, füll diesen Fragebogen aus und ich sage dir, wie ich dir bei deinem SEO-Projekt weiterhelfen kann.
Fazit
Die wichtigsten Rankingfaktoren sind seit Jahren stabil: Hilfreicher Content und Nutzersignale sowie eine solide technische Basis.
Trotzdem sind Rankingfaktoren keine einfache Checkliste, die du abarbeiten solltest – denn es kommt immer auf das Thema, den Wettbewerb und die Zielgruppe an.
In der SEO-Branche spricht man von über 200 Faktoren, dazu kommen Varianten und Untervarianten. Entscheidend ist aber nicht unbedingt die Anzahl, sondern welche Faktoren für deine Website und Branche wirklich relevant sind.
Laut Google sind Relevanz, Qualität, Nutzererfahrung und Technik die vier großen Signalgruppen. In der Praxis sind hilfreicher Content, Keywords, Suchintention und eine solide technische Basis die wichtigsten Stellschrauben für die meisten Websites.
Nicht zwingend. Die technischen Grundlagen – wie Crawling, mobile Optimierung und Ladegeschwindigkeit – sind wichtig, aber für viele Websites kein tägliches Thema. Tools wie Wordpress schaffen schon gute technische Voraussetzungen. Wer SEO strategisch angeht, verbringt die meiste Zeit mit Content und Keyword-Recherche.
Ja – viele Rankingfaktoren kannst du selbst umsetzen, ohne technisches Vorwissen. Content erstellen, Keywords recherchieren, interne Verlinkungen aufbauen: Das sind Aufgaben, die du mit dem richtigen Wissen selbst in die Hand nehmen kannst.
Google aktualisiert seinen Algorithmus mehrmals täglich – die meisten Updates sind klein und kaum spürbar. Dazu kommen größere Core Updates, die Rankings deutlich verschieben können. Die grundlegenden Rankingfaktoren sind aber seit Jahren stabil.
KI-Systeme wie Googles AI Mode greifen auf denselben Index zurück wie die klassische Google-Suche. Die Grundlagen sind also identisch. Was in KI-Systemen stärker gewichtet wird: klar strukturierte Inhalte, spezifische Antworten auf konkrete Fragen und nachweisbare Expertise – also E-E-A-T.