Die 4 wichtigsten Unterseiten deiner Website

Maike Burk 21 Mai 2026

Fakten für Eilige

  • Die 4 wichtigsten Unterseiten einer Website sind: Startseite, About, Angebotsseite, Blog (sowie rechtliche Pflichtseiten)

  • Jede Unterseite braucht ein eigenes Ziel: Rankings, Conversions, menschliche Verbindung…

  • Der häufigste Fehler: auf das gleiche Keyword auf mehreren Unterseiten optimieren – daraus kann Keyword-Kannibalisierung entstehen

  • Ein Onepager hat kaum Chance auf ein Ranking bei Google

Website, Webseite, Homepage…

Mit den Begriffen Website, Webseite, Homepage wird im Sprachgebrauch oft dasselbe gemeint. Aber hinter den Begriffen stecken unterschiedliche Bedeutungen:

Homepage = Startseite: Der Begriff Home oder Homepage bezeichnet nur die erste Seite eines Internetauftritts, also die Startseite. „Home“ und „Page“ bedeutet: Heim und Seite. Das entspricht der Bezeichnung Einstiegsseite oder auch Startseite.

Webseite: Der Begriff Webseite bezeichnet eine einzelne Unterseite deines Internetauftritts. Jede Seite hat eine eigene URL, unter der sie aufgerufen werden kann.

Website: Die einzelnen (Unter-)Seiten ergeben den gesamten Internetauftritt = die Website. 

Domain: Die Domain ist der eindeutige Name einer Website. Dieser kann nur ein einziges Mal vergeben werden – das ist sozusagen deine Adresse im World Wide Web. 

Landing Page: Die Landingpage ist eine Seite, auf der Besucher:innen „landen“ und eine bestimmte Handlung ausführen sollen und darum einen bestimmten Call to Action hat. Onepager: Ein Onepager besteht aus nur einer Seite – alle Inhalte der Website sind hier abgebildet. Zusätzlich gibt es aber rechtliche Pflichtseiten wie Impressum und Datenschutz.

Diese Unterseiten brauchst du

  • Startseite
  • Über mich (oder About)
  • Angebotsseite(n)
  • Blog 

Dazu kommen rechtliche Pflichtseiten wie das Impressum und die Datenschutzhinweise. Optionale Seiten sind Kontakt, Referenzen oder (lokale) Landingpages.

Welche Unterseiten du tatsächlich brauchst, hängt von deinem Business-Modell und deinen Keywords ab. 

Die Startseite

Die Startseite ist die meistbesuchte und meistverlinkte Seite deiner Website. Allein darum hat sie aus SEO- und Marketing-Sicht eine wichtige Bedeutung.

Es gibt aber nicht den einen Aufbau für die Startseite, denn sie kann ganz unterschiedliche Ziele bedienen und Aufgaben übernehmen. Diese 3 Hauptaufgaben gibt es:

1. Schaufenster-Startseite

Klassischerweise sind viele Startseiten als sogenanntes Schaufenster konzipiert. Die Startseite gibt deinen Besucher:innen einen Gesamteindruck, was sie auf deiner Website alles finden können.

Sie funktioniert ähnlich wie eine Shopping-Mall: Jeder Teilabschnitt ist ein eigenes Schaufenster und Besucher:innen können entscheiden, wo sie hingehen wollen – also ob sie mehr erfahren und klicken möchten.

Das Schaufenster-Konzept eignet sich, wenn du mehrere Angebote, mehrere Zielgruppen oder mehrere Content-Formate hast – und die Besucher:innen von dort aus auf passende Unterseiten leiten möchtest.

2. Lokale Startseite

Bei einer lokalen Optimierung wird deine Startseite auf eine Suchanfrage aus deiner Region ausgerichtet, zum Beispiel „Steuerberatung Hannover“.

Die lokale Ausrichtung eignet sich, wenn du regional arbeitest und Kund:innen aus deiner Umgebung gewinnen möchtest.

3. Call-to-Action-Startseite

Die CTA-Startseite orientiert sich eher am Aufbau einer Landing Page: Sie hat ein klares Ziel und führt alle Inhalte auf eine zentrale Handlung hin – zum Beispiel eine Anmeldung zur Warteliste oder eine Termin-Vereinbarung.

Dieser Startseiten-Typ ist passend für dich, wenn du ein zentrales Angebot oder eine bestimmte Aktion in den Vordergrund stellen möchtest.

Andere Seiten wie die Über-mich-Seite oder den Blog sind über das Menü auffindbar, treten auf der Startseite aber in den Hintergrund.

Lies hier mehr zur Startseite

Tipp: Bevor du deine Startseite erstellst, leg zuerst den Seitentyp und deine Strategie fest. Texte und Design kommen immer danach.

Die Über-mich-Seite

Die Über-mich-Seite (oder auch About, Über, Team) ist ähnlich wie die Startseiten eine der meistbesuchten Unterseiten deiner Website. 

Sie ist die einzige Seite, auf der du in der Ich-Form schreibst. Denkt trotzdem daran, inhaltlich eine Brücke zu deiner Zielgruppe zu bauen: Womit können sie resonieren und merken, dass du die richtige Ansprechperson für sie bist?

Fragen, die sich deine Besucher:innen wahrscheinlich stellen:

  • Wer steckt hinter der Marke?
  • Wie sieht die Person aus? 
  • Welche Menschen sind Teil des Teams?
  • Was qualifiziert diese Person?
  • Was sind ihre Werte, wie drückt sie sich aus…? 

Wie du sicher schon weißt: Menschen kaufen von Menschen. Deine potenziellen Kund:innen wollen also wissen, wer du bist und ob sie dich mögen.

Übrigens: Ich begleite Kund:innen auch 1:1 beim Schreiben ihrer About-Seite. Hier findest du mehr Infos zum Angebot

Die Angebotsseite

Für dein Angebot brauchst du eine eigene Unterseite. Hier geht es darum, deine Leser:innen zu Interessent:innen zu machen. 

Auf die Angebotsseite gehören zum Beispiel:

  • deine Dienstleistung
  • dein Coaching-Programm
  • dein Onlinekurs
  • dein Produkt

Wenn du verschiedene Angebote hast, brauchst du wahrscheinlich jeweils eine einzelne Angebotsseite. Wichtig ist, dass deine Angebote für deine Zielgruppe eindeutig und verständlich sind. 

Angebotsseite vs. Sales Page vs. Landing Page

Die Begriffe Angebotsseite, Sales Page und Landing Page werden oft synonym verwendet. Ich ertappe mich dabei auch… Aber wir versuchen mal, die Unterschiede herauszuarbeiten: 

Angebotsseite wird als Begriff vor allem in der SEO-Branche genutzt. Die Sales Page kommt eher aus dem Online-Marketing und meint dasselbe – nur klingt Sales Page mehr nach Verkaufspsychologie. 

Beide haben einen zentralen Call to Action und das Ziel, Kund:innen zu gewinnen. Eine Landing Page ist dagegen jede Seite, auf der Besucher:innen „landen“ und eine bestimmte Handlung ausführen sollen. Das kann eine Eintragung in den Newsletter sein, ein kostenloser Download, eine Terminvereinbarung – oder auch ein Kauf. 

Während Angebotsseite und Sales Page also meistens auf eine finanzielle Transaktion abzielen, ist Landing Page der weiter gefasste Oberbegriff für Seiten mit einem bestimmten Conversion-Ziel.

NEU: Keyword-Matrix (0 EUR)

Klau dir meine Keyword-Bausteine. Typische Keywords für jede Phase der Kundenreise: Einfach kopieren und auf dein Thema anpassen:

Der Blog

Ein Blog hat von allen Unterseiten das größte Ranking-Potenzial. Je nach Thema ist der Blog sogar der einzige Bereich deiner Website, mit dem du überhaupt ranken kannst.

Wenn du Kund:innen auf dich aufmerksam machen willst und dein Thema mit vielen Fragen und Wissen assoziert ist, brauchst du sehr wahrscheinlich einen Blog. 

Etwa 80 Prozent der Suchanfragen sind sogenannte „Info Queries“: Das heißt, dass Leser:innen eine Frage haben und nach Antworten suchen (kein Produkt, keine Dienstleistung).

Ein Blog hilft dir, deine potenziellen Kund:innen in dieser Findungsphase anzusprechen. Das baut Vertrauen auf, du kannst mit deiner Expertise punkten und in Erinnerung bleiben. 

Die Kundenreise ist oft lange, Menschen werden mit dem Thema und den Anbieter:innen warm und kaufen teils Jahre später. Ein Blog begleitet sie auf der Kundenreise vom ersten Interesse hin zu deinem Angebot.

In meiner Keyword-Matrix (für 0 EUR) habe ich dir Keywords nach Kundenreise aufgeschlüsselt: Vom ersten Suchen bis zum Kaufinteresse. Einfach abschauen und nachmachen.  

So bloggst du richtig

  • Erstelle zuerst eine Keyword-Recherche
  • Überlege dir, wofür du gefunden werden willst
  • Bringe eigenes Wissen aus der Praxis mit ein
  • Untersuche die Suchintention
  • Verfasse einzigartigen Content

KI-Kompass

Klicks auf Blogartikel gehen seit den AI Overviews von Google spürbar zurück. Klingt erstmal schlecht für Blogger:innen – ist es aber nur, wenn du den Erfolg deines Blogs ausschließlich an Klickzahlen misst.
Mit einem strategischen Blog erreichst du nämlich weiterhin Sichtbarkeit entlang der Kundenreise: Deine Wunschkund:innen sehen dich in den AI Overviews oder anderen KI-Systemen – und auch die Impressionen in den Google Rankings bleiben relevant.

Jede Unterseite ein Ziel

Jede Unterseite deiner Website sollte ein Hauptziel haben, auf ein bestimmtes Keyword optimiert sein und eine bestimmte Suchintention erfüllen. 

Wichtig zu wissen: Nicht immer gibt es ein Keyword für die Start- oder Angebotsseite – und auch die About-Seite rankt maximal für deinen (Unternehmens-)Namen, sofern Menschen dich schon kennen und bewusst nach dir suchen. 

Oft sind die Ziele daher nicht Rankings, sondern Conversions oder Vertrauensaufbau. 

Hier findest du typische Ziele für Unterseiten:

In dieser Tabelle siehst du auf einen Blick, welche Unterseiten welches Ziel erfüllen:

UnterseiteHauptziel
StartseiteErster Eindruck, Orientierung, Verteiler zu deinen Unterseiten oder ein bestimmter CTA. Optional: lokale SEO
Über michBeantwortet die Frage: Wer steckt dahinter? Es geht um Persönlichkeit, Werte, Vertrauen
AngebotOptimierung auf Conversion
BlogKeyword-Rankings und Traffic, aber auch Vertrauensaufbau durch Expertise
KontaktErreichbarkeit
Referenzen / Case StudiesGlaubwürdigkeit durch Testimonials
lokale Landingpages
Sichtbarkeit für lokale Suchanfragen, meist Optimierung auf einen CTA

Fazit

Jede Unterseite deiner Website erfüllt ein eigenes Ziel und holt deine Wunschkund:innen an einem bestimmten Punkt ihrer Kundenreise ab. 

In der Praxis ist weniger manchmal mehr: Einige klar strukturierte, nach Zielen abgesteckte Seiten mit passenden Texten bringen mehr, als eine Strategie nach Masse. 

Setze Blogartikel für Traffic ein, während Angebotsseiten auf Conversions optimiert werden.

Wie viele Unterseiten sollte eine Website mindestens haben?

Eine offizielle Mindestzahl gibt es nicht. Typischerweise gibt es: Startseite, Über mich, Angebot, Blog – optional sind weitere Unterseiten wie Kontakt oder Referenzen.

Kann ich mit einem Onepager bei Google ranken?

Eher nicht. Beim Onepager fehlen interne Verlinkungen, die wichtige Trafficquelle Blog – und vor allem die Möglichkeit, mehrere Keywords abzudecken. 

Ein Onepager ist trotzdem eine gute Lösung, wenn du gerade erst startest, Angebote oder Zielgruppen testen möchtest oder eine Art Visitenkarte im Internet brauchst. Von da aus kannst du deine Website Schritt für Schritt zu einer mehrseitigen Website ausbauen und SEO-strategisch weiterentwickeln.

Wie verlinke ich Unterseiten sinnvoll untereinander?

Faustformel: Jede Unterseite deiner Website sollte maximal 3 Klicks von der Startseite entfernt liegen. 

Wie intern verlinkt wird, hängt auch vom Seitentyp ab. Sinnvoll sind interne Links bei Blogartikeln, während Angebotsseiten und Landing Pages keine internen Links haben, da sie nur einen Call to Action (eine Handlungsaufforderung) haben sollten. 

Was ist der Unterschied zwischen Seiten und Beiträgen in Wordpress?

In Wordpress gibt es zwei Inhaltstypen: Seiten und Beiträge. Seiten sind statisch und für zeitlose Inhalte gedacht – also Startseite, Über mich, Angebot, Impressum… 

Beiträge sind für den Blog: Sie erscheinen chronologisch in der Blog-Übersicht und können Kategorien und Schlagwörtern zugeordnet werden. 

Schreib deine Blogartikel also immer als Beiträge, alle anderen Unterseiten als Seiten.

Das Gesicht hinter dem Beitrag

Autorin

Maike Burk

Gründerin & CEO von Satzgestalt

Hi, ich bin Maike, deine SEO-Expertin für langfristige Sichtbarkeit und weniger Social-Media-Stress. Ich zeige dir auf meinem Blog, wie du bei Google gefunden wirst – und Wunschkund:innen durch deinen Content überzeugst. Nachhaltig, empathisch und ohne ständiges Posten.

Weiterlesen

24.04.2026

Die 10 wichtigsten Google Ranking-Faktoren 2026

Googles Algorithmus ist stabiler als sein Ruf – aber KI mischt die Karten neu. Welche Rankingfaktoren stabil bleiben und was sich durch künstliche Intelligenz jetzt wandelt.

Lesen

17.04.2026

Grounding Page erstellen: So wirst du in KI-Systemen sichtbar

Wirklich mal was Neues: Grounding Pages helfen KI-Systemen, dich zu finden und die richtigen Infos an deine Zielgruppe weiterzugeben. So erstellst du sie.

Lesen

28.04.2026

Google-Algorithmus: Einfach erklärt für Dummies

Googles Algorithmus ist stabiler als sein Ruf – die größte Veränderung bisher ist künstliche Intelligenz. Hier erfährst du, wie Googles Algorithmus funktioniert, einfach erklärt.

Lesen

2 Kommentare

  1. Ist es Seo-Technisch ein Unterschied, ob es ein „Blog“ Blog ist, also nach Datum etc sortiert und ständig was neues und ggf. eine daraufhin ausgelegte Blog-Webseite, oder ob ich einen Teil einer bestehenden „normalen Webseite“ Blog nenne und dort einige Artikel zu finden sind? Ist es nachteilig eine solche Seite bei einem Shop-Anbieter zu integrieren, oder ranken alle 3 Varianten gleich, da am Ende der gleiche Inhalt im Text steht?
    Danke!
    Viele Grüße
    Antonia

    Antworten
    • Liebe Antonia,

      aus SEO-Sicht ist es egal, ob du einen klassischen Blog mit Datum und chronologischer Sortierung führst oder ob du einen Bereich „Wissen“, „Magazin“ oder „Ratgeber“ auf deiner Website anlegst. Google bewertet die einzelnen Artikel, entscheidend ist die Qualität, die Suchintention…

      Was dem klassischen Blog allerdings hilft: Die typische Blog-Struktur mit Kategorien, Tags und einer Übersichtsseite sorgt fast automatisch für gute interne Verlinkung und eine klare thematische Struktur.

      Auch bei Shop-Anbietern wie Shopify oder Wix kannst du einen Blog integrieren. Manche Systeme haben hier kleinere technische Einschränkungen (zum Beispiel weniger Flexibilität bei URL-Strukturen oder Schema-Markup), aber grundsätzlich ranken Artikel auf einer Shop-Plattform genauso wie auf einer Wordpress-Seite. Wichtiger als das System ist, dass du strategisch bloggst: passende Keywords, klare Suchintention, eigenes Wissen aus der Praxis und interne Verlinkung zu deinen Angebotsseiten.

      Liebe Grüße, Maike

      Antworten

Schreibe einen Kommentar